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Zuletzt aktualisiert: 18.03.2008 um 09:48 Uhr

Von der Pflicht zur Kür

Für Gusti und Hubert Hirtner aus St. Lorenzen im Mürztal ist Schnaps zwar kein Lebenselixier, aber weit mehr als ein faszinierendes Hobby.

Einen Medaillenregen gab es für Gusti und Hubert Hirtner in Wieselburg und auf der Destillata in Salzburg

Foto © Ulf TomaschekEinen Medaillenregen gab es für Gusti und Hubert Hirtner in Wieselburg und auf der Destillata in Salzburg

Reiche Ernte konnten Gusti und Hubert Hirtner aus St. Lorenzen im Mürztal in jüngster Zeit einfahren: vier Goldene Stamperl bei der Ab-Hof-Messe in Wieselburg und der siebte Gesamtrang - und damit die besten Steirer - bei der Destillata in Salzburg.

Pflicht. Ein bisschen wurde den beiden das Schnapsbrennen schon in die Wiege gelegt - auch wenn es für sie zunächst eher eine lästige Pflicht war. So hat Hubert schon als Kind auf dem elterlichen Hof dem Opa beim Brennen geholfen. Und Gusti hatte einen leidenschaftlichen Schnapsbrenner zum Vater.

Erfolge. Der Gusto kam schließlich doch noch - sie übernahmen den Brennkessel von Gusti Hirtners Vater. Als der alte Kessel ausgedient hatte, wurde im Jahr 2000 ein neuer angeschafft. Schon ein Jahr später kamen die ersten Erfolge. Ein Goldenes Stamperl in Wieselburg, ein Edelbrand des Jahres bei der Destillata.

Gehoben. Klasse statt Masse war immer das Motto der beiden. Zwar ist aus dem Hobby längst ein Gewerbebetrieb geworden, aber er ist nicht die Lebensgrundlage der Hausfrau und des Kraftwerkers. Vielmehr ist das Schnapsbrennen die gemeinsame Freizeitgestaltung - von der Auswahl der Früchte bei den Bauern bis zum veredelten Endprodukt. Ein wirtschaftliches Ziel haben die beiden aber doch: Ihre Schnäpse sollen ein Begriff in der gehobenen Gastronomie werden.

Nachfolger. Die Tochter und der Sohn, beide sind erwachsen, haben mit dem Schnapsbrennen (noch) nicht viel am Hut. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Das beste Beispiel dafür sind die eigenen Eltern. Und sollte es die Schnapsbrennerei Hirtner einmal nicht mehr geben, gehe die Welt für sie nicht unter, sagen Gusti und Hubert unisono.

ULF TOMASCHEK

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