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    Zuletzt aktualisiert: 27.03.2012 um 12:35 UhrKommentare

    Die späte Berufung zur Ziehharmonika

    Das Steirische Volksliedwerk bietet Kurse für Anfänger auf der Ziehharmonika, die auch schon etwas älter sein dürfen. Die Kurse sind sehr beliebt, wie man am Samstag in Pernegg sah.

    Unter der Anleitung von Wolfram Märzendorfer wurden erste Grundzüge auf der Ziehharmonika geübt - einzeln und in der Gruppe

    Foto © PototschnigUnter der Anleitung von Wolfram Märzendorfer wurden erste Grundzüge auf der Ziehharmonika geübt - einzeln und in der Gruppe

    Der "Harmonikakurs für Wieder- und Späteinsteiger" war schon lange vorher ausgebucht. Elf Teilnehmer beschäftigten sich einen Tag lang im "Gasthaus zum Ritschie" in Pernegg mit der Theorie und Praxis der Ziehharmonika. "Wie soll ich das angehen, bei uns in Niederösterreich gibt's ja keine Lehrer für die Steirische", fragte eine Frau. Kursleiter Wolfram Märzendorfer weiß Rat: "Es gibt das niederösterreichische Volksliedwerk, das bietet jede Menge Notenmaterial und kann auch sonst weiterhelfen."

    Aber es müssen gar nicht unbedingt Noten sein, wie Märzendorfer vom Steirischen Volksliedwerk betont: "In der Schweiz wurde vor 100 Jahren eine Griffschrift entwickelt, nach der man sehr schnell lernen kann - und leichter als mit Noten. "Diese Griffschrift hat der Weststeirer Max Rosenzopf vor 30 Jahren bei uns bekannt gemacht, sodass viele glauben, sie stammt von ihm", erzählt der Kursleiter.

    "Das ist mein Nachbar in Köflach", wirft Willi Münzer ein. Der 66-Jährige besucht das Seminar, weil er von seinem Vater eine wunderschöne Steirische geerbt hat, und die soll nicht nur daheim herumstehen. Er probiert seit Jahren dran herum und kann auch einiges spielen, "aber du musst einen Kurs machen, sonst lernst es nicht richtig. Das ist immer so, ob du Golf spielen oder Marathon laufen willst. Vorher musst du einen Kurs machen", ist er überzeugt. Er hat aber noch einen anderen Grund: "Man bleibt geistig auf der Höhe. Man kann ja nicht immer nur fernsehen!"

    Auch Herta Petz aus Etmißl spielt schon einige Lieder auf der Ziehharmonika: "Ich habe vor drei Jahren angefangen und spiele im Seniorenheim, wenn's gewünscht wird", erzählt sie. Aber irgendwann steht man an, wenn man das allein lernen will", sagt sie. Deshalb ist sie im Kurs. Außerdem gesteht sie: "Ich bin immer aufgeregt, wenn ich spiele. Wenn man das wirklich gut kann, ist das sicher weg."

    Orientierung

    Märzendorfer hat auch Leihinstrumente mitgebracht, denn einige Teilnehmer hatten noch nie eine Ziehharmonika in der Hand. Wie zum Beispiel Annemarie Moser, eine Judenburgerin, die seit 31 Jahren in Wien lebt: "Das wollte ich schon immer, und ich wüsste auch schon einen Lehrer in Wien. Aber nie habe ich es gewagt. Hier will ich mir anhören, was die Fachleute empfehlen."

    Da war sie im Anfängerkurs des Volksliedwerkes gerade richtig: "Wir können an diesem Tag nur erste Grundzüge vermitteln, aber wir können die Leute ermutigen. Vielen ist nicht klar, wie sie es angehen sollen und ob das überhaupt etwas für sie ist. Hier wollen wir Orientierung bieten", sagt Märzendorfer.

    Die Biografien sind unterschiedlich. Erna Graf hatte früher einen guten Lehrer, aber als dieser starb, wurde die Harmonika in die Ecke gestellt und seit 20 Jahren nicht mehr angerührt. Der 50-jährige Gernot aus Graz hat den Kurs zum Geburtstag geschenkt bekommen, weil er sich schon immer für das Instrument interessiert. Er übte beim "Ritschie" gemeinsam mit dem 36-jährigen Philipp, ebenfalls aus Graz, der sich gesagt hat: "Das können so viele, warum soll ich das nicht lernen können?" Und tatsächlich: Am Nachmittag spielen die beiden, die noch nie eine Ziehharmonika in Händen hatten, schon ein paar Lieder.

    Laut Märzendorfer gibt's auch immer wieder Teilnehmer, die bei den ersten Übungen sehen, dass es ihnen zu schwierig ist und dass dieser Traum nicht in Erfüllung gehen wird. Aber in Pernegg war das nicht der Fall: Die elf Teilnehmer waren allesamt begeistert und wollen es jetzt so richtig angehen.

    FRANZ POTOTSCHNIG

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