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Zuletzt aktualisiert: 19.03.2012 um 21:28 UhrKommentare

Klare Abfuhr für Anschluss an Frohnleiten

Ausbau der eigenen Kläranlage oder ein Anschluss an Frohnleiten? Die Pernegger entschieden sich zu fast 72 Prozent für die eigene Anlage. Die SPÖ-Lösung fand nur bei 28 Prozent Zustimmung.

In Pernegg stehen die Zeichen jetzt auf Erneuerung und Vergrößerung der Kläranlage Mixnitz

Foto © PototschnigIn Pernegg stehen die Zeichen jetzt auf Erneuerung und Vergrößerung der Kläranlage Mixnitz

Mit diesem Ergebnis haben auch kühne Optimisten in den Reihen der ÖVP und der ALP nicht gerechnet: Bei einer Volksbefragung sprachen sich am Sonntag 71,6 Prozent für einen Ausbau der Kläranlage Mixnitz aus. Nur 28,4 Prozent stimmten für den Anschluss an die Kläranlage Frohnleiten. Und dies bei einer enormen Wahlbeteiligung von 65,28 Prozent.

Kurz zur Vorgeschichte: Die Gemeinde Pernegg betreibt zwei Kläranlagen, eine im Ortsteil Pernegg und eine in Mixnitz. Weil aber die Anlage Pernegg am Ende ihrer Lebensdauer ist, steht man vor der Frage: Entweder Mixnitz vergrößern oder die gesamte Kanalisation an die große Anlage von Frohnleiten anschließen.

Die SPÖ-Mehrheit war stets für Frohnleiten, und es gibt Gutachten und Berechnungen, dass die Ableitung günstiger käme als eine Erneuerung von Mixnitz. Aber die Unterschiede sind minimal und die ÖVP sowie die "Alternative Liste Pernegg" bezweifelten stets diese Zahlen. Es kam zu einer vertieften Variantenuntersuchung, die ebenfalls Frohnleiten knapp vorne hatte - und letztlich zur Bürgerbefragung.

SPÖ-Bürgermeisterin Irmgard Hagenauer, die das Problem gewissermaßen geerbt hat, ist sehr enttäuscht vom Ergebnis. Aber weil zwei Drittel der Wahlberechtigten an der Befragung teilnahmen und der Frohnleitener Lösung eine derartige Abfuhr erteilten, wird nun auch die SPÖ umschwenken: "Wir werden das Ergebnis zur Kenntnis nehmen und bei Bund und Land um die nötige Unterstützung ansuchen."

ÖVP-Obmann Oskar Sarkleti will "vergessen, was war". Jetzt müsse man gemeinsam für Mixnitz kämpfen. Und ALP-Gründerin Gerlinde Eder betont, dass sie eine neue Planung wünscht, weil sie der Überzeugung ist, dass es auch günstiger geht als bisher errechnet.

Nun wird laut Gesetz nur die "volkswirtschaftlich günstigste" Lösung gefördert, Mixnitz ist aufgrund der Zahlen aber nur die zweitgünstigste Lösung. Was heißt ein Schwenk zu Mixnitz für die Fachabteilung 19 A "Siedlungswasserwirtschaft"? Urs Lesky von der FA 19 A, der die Pernegger Entwicklung seit 2007 begleitet, kann das unmöglich vorwegnehmen: "Die Gemeinde ist jetzt am Zug. Nach der wasserrechtlichen Bewilligung kann das Projekt bei uns eingereicht werden. Es wird geprüft und an die ,Kommunalkredit' in Wien zur Bewilligung weitergeleitet."

Prognosen könne er dazu keine abgeben: "Auch für uns ist eine Situation wie in Pernegg neu. Wir können dabei nur aufgrund der Fakten entscheiden."


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