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    Zuletzt aktualisiert: 30.04.2010 um 23:32 UhrKommentare

    Ein Bächlein, das auch anders kann

    Der Picheldorferbach in Oberaich ist ein unscheinbares Bächlein. Bei Hochwasser aber hat er schon mehrmals gezeigt, wozu er fähig ist. Jetzt wird er um 1,9 Millionen Euro gezähmt.

    Auch wenn die Gemeinde Oberaich tief in die Tasche greifen muss, zeigte sich Bürgermeister Gerhard Weber kürzlich bei der Spatenstichfeier sehr froh darüber, dass mit der Verbauung des Picheldorferbaches begonnen wird: "Im Jahr 2005 zeigte sich der kleine Bach hier ganz anders", erinnerte er die Gäste der Feier an das letzte große Hochwasser. Die vielen Anrainer, die gekommen waren, musste er nicht eigens an dieses Hochwasser erinnern, so etwas bleibt ohnehin im Kopf.

    Planer Thomas Perz nannte einige Zahlen, wozu so ein Bächlein bei einem 150-jährigen Hochwasser fähig ist: "Der Bach bringt dabei 1500 Kubikmeter Geschiebe mit sich, und durch das Bachbett schießen neun Kubikmeter Wasser, das sind 90 gefüllte Badewannen - in einer Sekunde!"

    Im Gefahrenzonenplan sind 65 Objekte verzeichnet, davon sechs Wohnhäuser in der roten und 31 in der gelben Zone. Seit Jahren bemüht sich die Gemeinde Oberaich um die Verbauung dieses Bächleins, und im Jahr 2006, ein Jahr nach den schlimmen Überflutungen, begann man mit der Planung.

    Im abgelaufenen Winter wurde die Finanzierung der 1,9 Millionen Euro teuren Maßnahme geklärt, und auch die Einrichtung der Baustelle ist schon abgeschlossen. Begonnen wird mit der mächtigen Geschiebesperre oberhalb der Siedlung Picheldorf: Sie fasst 2000 Kubikmeter Gestein und Holz. Ein weiterer großer Brocken ist das Hochwasserbecken neben dem E-Werks-Kanal, das 53.000 Kubikmeter Wasser zurückhält. Und dann wird das Ganze an die Mur angebunden und naturnah gestaltet.

    Viel Arbeit im Mur-Mürztal

    Gerhard Baumann, Leiter der Wildbach- und Lawinenverbauung in der Steiermark, schilderte die vielen Projekte in der Region, etwa der Seegraben in Leoben, drei Maßnahmen in Oberaich, der Übelsteinerbach und der Jägergraben in Bruck, zwei große Vorhaben in Kapfenberg sowie Verbauungen in Kindberg und Krieglach: "Wir investieren 17 Millionen Euro im Jahr, ein Drittel davon geht in dieses Gebiet."

    Der SPÖ-Nationalratsabgeordnete Erwin Spindelberger sprach von den enormen Aufgaben, die angesichts des Klimawandels noch warten. Für ihn ist es angesichts der enormen Schäden durch Hochwasser "der falsche Ansatz, in diesem Bereich zu sparen". Er sprach aber auch die Eigenverantwortung der Bevölkerung an, in Gefahrenzonen nicht zu bauen.

    ÖVP-Landesrat Hans Seitinger unterstrich das noch: "Wir müssen in der Raumordnung restriktiver werden und nicht dort bauen, wo die Katastrophe vorprogrammiert ist!" Im Vorjahr habe es allein in der Steiermark Hochwasserschäden von 500 Millionen Euro gegeben. Da ist es einfach nicht möglich, alle Gefahren vorbeugend zu verhindern wie jetzt in Picheldorf.

    FRANZ POTOTSCHNIG

    PROJEKT PICHELDORF

    Planungsbeginn war 2006, Baubeginn ist jetzt im Frühjahr.

    Die Bauzeit beträgt insgesamt drei Jahre.

    Die Kosten liegen bei 1,9 Millionen Euro, davon trägt der Bund 55 %, das Land 17 % und die Gemeinde Oberaich 28 % - das sind immerhin 530.000 Euro.

    Die Maßnahme wird von der Gebietsbauleitung Bruck errichtet.

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