Volksbegehren: Halltal ist der "heimliche Sieger"
Das Volksbegehren "Stopp dem Postraub" war kein Renner in der Region. Im Bezirk Bruck haben 2,16 Prozent unterschreiben, 3,1 in Mürzzuschlag.

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Hätten die Leute in allen Gemeinden so brav das Volksbegehren "Stopp dem Postraub" unterschrieben wie in der kleinen Mariazellerland-Gemeinde Halltal, es wäre eines der erfolgreichsten in der Geschichte der österreichischen Volksbegehren gewesen. Immerhin fast jeder vierte Halltaler hat seine Unterschrift unter die Forderung der Fraktion Christlicher Gewerkschafter nach einem Stopp der Postamts-Schließungen gesetzt: 70 von 284 Stimmberechtigten - ohne Unterstützungserklärungen.
Damit hätte Halltal fast das große Kapfenberg geschlagen. Dort leisteten lediglich 74 Bürgerinnen und Bürger ihre Unterschrift - bei stolzen 16.725 Stimmberechtigten eine verschwindende Minderheit.
1102 Personen, das sind 2,16 Prozent der stimmberechtigten Bevölkerung, haben im Bezirk Bruck für das Volksbegehren votiert - 823 haben unterschrieben, 279 hatten bereits zuvor ihre Unterstützungserklärung abgegeben und durften daher nicht mehr unterschreiben. Mit diesen 2,16 Prozent rangiert der Bezirk steiermarkweit an drittletzter Stelle. Nur im Bezirk Fürstenfeld (1,9 Prozent) sowie in der Stadt Graz mit 0,74 Prozent haben noch weniger Leute das Volksbegehren unterstützt. Der Steiermarkschnitt liegt übrigens bei 2,52 Prozent.
Im Bezirk Mürzzuschlag haben die Leute offenbar mehr Angst um ihre Postämter. Mit 3,1 Prozent nimmt der Bezirk in der Steiermark den sechsten Platz ein. Die größte Unterstützung fand das Volksbegehren in den Gemeinden Allerheiligen, Langenwang und Neuberg. Insgesamt haben im Bezirk Mürzzuschlag 1055 Stimmberechtigte gegen den "Postraub" gestimmt - 854 haben das Volksbegehren unterschrieben, 201 Leute haben schon im Vorfeld die FCG-Forderungen unterstützt.









