Die Aufsteiger beim Absteiger
Feuertaufe für David Otter und Paul Paiduch in der Bundesliga.
FUSSBALL. Ein denkwürdiger Tag: Zu Christi Himmelfahrt 2012 sind sie abgestiegen, die Kapfenberger Falken. Besonders in Erinnerung bleiben wird das 0:2 in Mattersburg zwei Jungspunden: David Otter und Paul Paiduch haben im Burgenland ihre Bundesligadebüts gefeiert - einer mit Vorwarnung, einer ohne.
Keine Zeit zum Nachdenken hatte Paiduch. Der 18-jährige Mürzzuschlager musste als Ersatz-Tormann von der Bank aus miterleben, wie Einser-Goalie Patrick Kostner in der 68. Minute für ein Foul die Rote Karte bekam und einen Elfmeter verursachte. Paiduch wurde sofort eingewechselt - und hätte Patrick Bürgers Elfer fast gehalten.
Dass Kapfenberg auf ihn baut, zeigt auch der Umstand, dass ihm der Klub mit einem "Interviewverbot" jetzt etwas Ruhe verschaffen will.
Viel Aufregung
Länger Zeit zum Nachdenken hatte David Otter. Der Linksverteidiger war bereits eine Woche im Training unter Thomas von Heesen bei der Kampfmannschaft und hätte schon gegen Salzburg und Rapid debütiert, das verhinderte aber eine Sperre aus der Regionalliga. Gegen Mattersburg war es soweit. "Davon habe ich immer geträumt", sagt der 20-jährige Irdninger. "Am Vortag war ich aber echt nervös und habe nicht schnell eingeschlafen. Am Spieltag war die Aufregung vorbei. Im Spiel selbst ist es mir ganz gut gegangen. Schade, dass es mit dem Sieg zum Abschied nicht geklappt hat." Übrigens: Mit Paiduch und Otter hat der KSV in dieser Saison 41 Spieler eingesetzt.
In der neuen Saison will sich Otter in der Ersten Liga behaupten: "Klub und Trainer bauen auf mich. Ich werde alles versuchen." CHRISTOPH HEIGL
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