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Zuletzt aktualisiert: 07.10.2011 um 15:46 UhrKommentare

Lokalbesitzer als Brandstifter und Betrüger angezeigt

Nach einer Brandstiftung und einem Einbruch in Mürzzuschlag im Juni 2011, konnten nun die Tatverdächtigen ausgeforscht und angezeigt werden. Der Sohn des 33-jährigen Geschäftsmannes gab zu, im Auftrag des Vaters den Brand gelegt zu haben.

Foto © Scheriau | Sujetbild

Wie bereits berichtet, brach in der Nacht zum 26. Juni 2011, in einem mehrstöckigen Wohnhaus im Ortszentrum von Müzzuschlag ein Brand aus. Das Mehrparteienhaus wurde nur von einer irakischen Familie bewohnt, die zudem im Parterre des Hauses ein Kebab-Geschäft führte. Zum Glück erlosch das Feuer von selbst. Der Geschädigte, der 33-jährige Inhaber des Geschäftes, gab bei den ersten Einvernahmen an, dass die Brandstifter aus der Wohnung einen Geldbetrag von 12.600 Euro gestohlen hätten.

Feuer war gelegt

Schon bei den ersten Ermittlungen stellte sich heraus, dass der Brand gelegt worden war. Der 33-jährige Geschäftsmann, der bald selbst in Verdacht geriet, gab als Alibi an, zum Zeitpunkt des Brandes mit seiner siebenköpfigen Familie in Wien beim Donauinselfest gewesen zu sein.

Nach wochenlangen Ermittlungen, Erstellung eines Weg-Zeit-Diagramms, Auswertung der Handypeilungen und umfangreichen Befragungen gestand der 16-jährige Sohn des Geschäftsmannes schließlich, im Auftrag seines Vaters den Brand gelegt zu haben. Er gab auch an, dass kein Geld gestohlen wurde. Der 33-Jährige bestreitet trotz massiver Widersprüche die Tat.

Hoher Schaden

Laut Aussagen des Sohns sei er mit seinem Vater vom Donauinselfest in die Steiermark gefahren, wo der 16-Jährige die Tat durchführte, während der Vater als Aufpasser fungierte. Durch den Brand entstand dem Eigentümer, einer Immobilienfirma, ein Gesamtschaden von 49.000 Euro.

Die Beschuldigten wurden wegen Brandstiftung, Vortäuschung einer mit Strafe bedrohten Handlung, Falschaussage und Versuch des Betruges auf freiem Fuß angezeigt.


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