Ein Juwel wird 20
Der Mürzzuschlager Sommerfrischegast Johannes Brahms lockt die Liebhaber klassischer Musik. Das Brahmsmuseum wird 20 - und feiert.

Foto © PrivatBlick in den Hof des Museums, das einen Flügel sein Eigen nennt, auf dem Brahms gespielt hat
Der 20. Geburtstag des Museums wird mit dem Wiener Altenberg Trio begangen, die Festkonzerte mit der Violinistin Eszter Haffner werden von Ö 1 mitgeschnitten. Pianist Claus Schuster spielt bei beiden Konzerten auf einem Ehrbar-Konzertflügel aus 1877. Ein Festvortrag und ein Geburtstagsfest beim Steinbauer samt Spaziergang am Brahmsweg runden die Feierlichkeiten ab.
Damit ist die Gestaltung des Jubiläums ein Spiegel der vergangenen 20 Jahre: Wissenswertes über Johannes Brahms und seine Zeit gibt es im Museum, dazu Musik internationaler Künstler, und rundherum ein Programm, das Wohlgefühl vermittelt. Ronald Fuchs, Mürzzuschlager Geschäftsmann und selbst Musiker, hat das Museum vor 20 Jahren über eine Vereinsgründung ins Leben gerufen und mit seiner Frau und Pianistin Elisabeth ehrenamtlich geführt.
Bedingt durch eine Erkrankung seiner Gattin führt Fuchs das Museum nun alleine, unterstützt durch eine Teilzeitkraft. Er blickt auf sehr viel Arbeit zurück, wie er sagt, "und auf viele schöne Erlebnisse mit begeisterten Musikfreunden und Gästen". Diese kommen zum Großteil aus Fernost - Japan, Korea, China -, aber auch aus Deutschland und anderen europäischen Staaten.
Brahms ist für Klassikfans ein "Renner", das Museum eine Kultstätte. Stolz ist Fuchs auch, "dass wir alles über 20 Jahre hinweg erhalten konnten". Denn das Budget ist knapp. Das Gebäude wird vom Hausbesitzer erhalten, aber es stehen Erhaltungsarbeiten im Museum und am Brahmsweg an. Fuchs: "Der soll ja das Museum in die Landschaft tragen." Mit einer Bausteinaktion anlässlich des Geburtstages lukriert man Spenden. Eine Brahms-Zinnfigur in limitierter Auflage wird dazu verkauft. MICHAELA AUER









