Gute Lehrlinge gesucht
Obersteirische Unternehmen schließen sich zusammen, um die Lehrausbildung zu forcieren und gute Jugendliche zu bekommen.
Regiotopjob" nennt sich eine Initiative kleiner und mittlerer Unternehmen in den Bezirken Bruck, Mürzzuschlag und Leoben. Um Jugendlichen eine hochwertige Lehrausbildung schmackhaft zu machen, rücken die Unternehmen in einem Verbund zusammen. Momentan sind es sieben, 17 weitere haben ihr Interesse angemeldet. Der Hintergrund liegt auf der Hand: der akute Mangel an Facharbeitern.
"Es gibt in der Region Leoben, Bruck und Mürzzuschlag 760 Betriebe, die 2500 Lehrlinge ausbilden. Trotzdem ist es in Sachen Facharbeitern nicht fünf vor zwölf, sondern teilweise später", meint Alexander Sumnitsch, Leiter der Wirtschaftskammer Leoben.
Es fehlt an Qualität
Auf 40 offene Lehrstellen in den drei Bezirken kämen zwar 150 Lehrstellensuchende, erklärte Helmut Wiesmüller, Leiter des AMS Leoben, aber: "Wir können viele offene Lehrstellen nicht abdecken, weil es oft an der Qualifikation der Lehrstellensuchenden scheitert." Projektinitiatorin Astrid Gande: "Gerade kleinere Unternehmen haben oft Probleme, talentierte Lehrlinge zu finden. Und das, obwohl sie 80 Prozent der Arbeitsplätze sichern."
In Zukunft werde sich der Facharbeitermangel verschärfen, wie Jochen Werderitsch, Leiter des EU-Regionalmanagements Ost, bestätigt: "Wir werden wegen geburtenschwacher Jahrgänge weniger junge Leute haben und weniger, die sich für eine Lehre entscheiden." Mit der Initiative will man die Attraktivität der Lehre ins Rampenlicht stellen, wie Landesrat Siegfried Schrittwieser betont. Sprich: offensive Werbung für die Lehrausbildung in Kooperation zum Beispiel mit Schulen. 100.000 Euro kostet das Projekt für zwei Jahre - die Kosten teilen sich Bund und Land. Nähere Infos unter www.regiotopjob.at








