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Zuletzt aktualisiert: 05.02.2010 um 19:44 UhrKommentare

Tourismus, Tunnel, tote Zentren

Wirtschaftskammerpräsident Ulfried Hainzl absolvierte seine Bezirkstour in der Region.

In Langenwang diskutierte man über den Semmeringtunnel

Foto © BauerIn Langenwang diskutierte man über den Semmeringtunnel

Der Semmering-Bahntunnel war Thema beim "Tourstopp" in Langenwang. Zu dessen Realisierung zeigte sich Projektleiter Gerhard Gobiet zuversichtlich. Im Mai wird man mit dem Projekt in die Bewilligungsverfahren gehen, 2012 ist Baubeginn, Bauzeit zehn Jahre. Als "Club 1" diskutierte der Wirtschaftsbund darüber im Hotel Krainer: Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann, Ulfried Hainzl, Wirtschaftskammerpräsident und Wirtschaftsbund-Spitzenkandidat, Regina Friedrich, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer und Peter Täubl, Wirtschaftskammerobmann von Mürzzuschlag.

Täubl berichtete, man intensiviere jetzt schon die Kontakte mit Niederösterreich und erhoffe sich starke Impulse für Tourismus, Kultur und für die Wertschöpfung in der Region. Täubl: "Da wollen wir am Ball bleiben."

Hainzl appellierte an Gobiet, bei der Vergabe der Arbeiten am Tunnel kleine Losgrößen zu haben, damit die heimische Wirtschaft profitieren kann. Gobiet entgegnete, man sei an ein Vergabegesetz gebunden, aber die Unternehmer könnten als Subunternehmer profitieren. Und Buchmann forderte politische Einigkeit für den Tunnel: "Österreich, die Steiermark und die anderen Bundesländer müssen mit einer Zunge in Brüssel sprechen."

Was die Wirtschaftskammerwahlen am 28. Februar angeht, so lud Hainzl alle ein, dem Wirtschaftsbund einen "ordentlichen Auftrag" zu erteilen. Und er stellte seine Linie klar: Wer jetzt über Belastung der Wirtschaft nachdenke, der vernichte jegliche Aussicht auf Wachstum.

Jugendausbildung Auch in Bruck und Mariazell absolvierte Hainzl Diskussionstermine. In Mariazell ging es um die Notwendigkeit touristischer Leitprojekte. Hainzl versprach, der Region vor allem bei Infrastruktur und Jugendausbildung unter die Arme zu greifen. Wirtschaftsbund-Obmann Gerhard Lammer, Liane Schrittwieser von "Frau in der Wirtschaft" und die Unternehmer Josef Kuss sowie Manfred Greifensteiner diskutierten. Lammer betonte, dass die Kammer jetzt schon ein aktives Netzwerk für die regionale Unternehmer stützt.

In Bruck machte man sich Gedanken um die Innenstädte. Wirtschaftsbund-Bezirksobfrau Rosa Folger und Wirtschaftskammerobmann Erwin Fuchs standen mit Hainzl und Friedrich am Podium. Einig war man sich, dass die Belebung der Ortskerne jetzt rasch erfolgen muss. Hainzl betonte die Erreichbarkeit als einen der wichtigsten Standortfaktoren: "Wenn beispielsweise Parkplätze vernichtet werden, dann spreche ich von Kundenabwehrdiensten", sagte er. Folger streute den Brucker Gewerbetreibenden Rosen: "Die Unternehmer im Zentrum von Bruck sind fleißig und halten durch."

MICHAELA AUER

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