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    Zuletzt aktualisiert: 22.11.2009 um 00:00 UhrKommentare

    Weil man die Natur schmecken kann

    Die Mürzzuschlager Seminarbäuerin Irmgard Riegler ist mit ihrer Geschmacksschule in den Schulen unterwegs. Dabei zeigt sie Kindern, dass man die Qualität von Lebensmitteln schmecken kann.

    Foto © Fotolia - dinostock/Sujet

    Der Apfelsaft ist vom Apfel mitunter weit weg, auch wenn Apfelsaft auf der Flasche steht. "Das ist ja nur Wasser und Zucker." Philip, Schüler der vierten Klasse der Mürzzuschlager Toni-Schruf-Volksschule, verzieht das Gesicht. Beim Kosten der farblosen Flüssigkeit merkt er sofort: Das ist Humbug.

    Aber nicht jedes Kind hat diesen Geschmackssinn. Verfälschte Lebensmittel, versehen mit Chemie und verändert durch verschiedenste Herstellverfahren, bringen die Sinne auf so manch falschen Weg. Sie wieder auf den richtigen zu leiten, dazu ist Irmgard Riegler da. "Die Kinder sollen den natürlichen Geschmack wieder finden, aber ich zeige ihnen auch, woher die Nahrungsmittel kommen." Und: Die Kinder sollen lernen, wie wertvoll Ernährung mit regionalen Produkten ist.

    Geschmackstest

    "Welcher Saft schmeckt dem Apfel ähnlicher?", fragt Riegler die Kinder. Eindeutig der naturtrübe, befinden alle. Denn da ist wirklich Apfel drin. Und im anderen Apfelsaft? Riegler zeigt eine kleine Apfelspalte. "Nur so viel Apfel ist in dieser großen Flasche." Erstaunte Kinderblicke. Dafür sind zehn Stück Würfelzucker Zitronensäure und Phosphorsäure im Saft. Riegler: "Die verhindert die Aufnahme von Calcium in den Körper. Wenn ihr also ein gesundes Käsebrot zu diesem Saft esst, könnt ihr das Calcium gar nicht aufnehmen."

    In der Geschmackschule haben sich die Kinder schon mit der Milch beschäftigt, haben dabei selbst Butter gemacht und eine gute Jause daraus gezaubert. Auch die Themen Gemüse und Getreide wurden im Klassenzimmer aufgearbeitet. Alle Sinne werden dabei angesprochen: So kosten die Kinder gerade Brot. Der Vergleich zeigt: je qualitätsvoller, umso besser schmeckt es. Wie weit der Geschmackshorizont eines Kindes reicht, hängt von den Lebensmitteln ab, die es kennt. Gerade geht Riegler den Aromastoffen an den Kragen, die in vielen Joghurts enthalten sind. Erdbeergeschmack kommt nicht immer von Erdbeeren, sondern vom Erdbeeraroma. Und das wird aus Sägespänen des Gingkobaums hergestellt. "Deshalb immer auf der Packung lesen, was im Joghurt drin ist."

    Die größte Verantwortung hat das Elternhaus, wissen die beiden Lehrerinnen der Klasse, Alea Zeilbauer und Ingrid Höchstätter. Von der ersten Klasse weg wird Bewusstseinsbildung betrieben. Zeilbauer: "Wir sagen schon beim ersten Elternabend, dass wir kein Cola als Jausengetränk wollen." Außerdem wird eine gewisse Esskultur vermittelt. Dass man sich etwa an einen schön gedeckten Tisch setzt, um zu essen.

    MICHAELA AUER

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    MICHAELA AUERElternhaus von MICHAELA AUER

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