Kaum Jobs für die Jugend
Die zunehmende Arbeitslosigkeit trifft besonders die Jungen. Vor allem Schulabgänger haben es sehr schwer, in der Arbeitswelt Fuß zu fassen.

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Schon seit Jahren haben es die Abgänger von mittleren und höheren Schulen schwer, Arbeit zu finden, denn gefragt sind Leute mit Praxis. Jetzt, wo viele Firmen mit Personalaufnahmen sehr vorsichtig sind, trifft es die Jungen besonders stark. Das zeigt auch die April-Statistik des Arbeitsmarktservice: Im Bezirk Bruck stieg die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen (bis 24 Jahre) gegenüber dem April des Vorjahrs um 64 Prozent an, im Bezirk Mürzzuschlag waren es 69 Prozent - das liegt deutlich über der Gesamtarbeitslosigkeit.
Weiterer Grund. "Manfred Juricek, Leiter des AMS Mürzzuschlag, sieht einen weiteren Grund darin, dass die Lehrstellen weniger werden. Und er rechnet damit, dass mit Ende des Schuljahrs ein neuer Absolventen-Jahrgang aus den vielen Mürztaler Schulen auf den Arbeitsmarkt drängt.
Umkämpfter Markt. Dass es auf diesem hart umkämpften Markt viele schwer haben werden, damit rechnet auch Walter Scharler, der Chef des Brucker AMS: "Wenn man nicht gerade eine ganz spezifische Qualifikation vorweisen kann, dann ist es deutlich schwerer als noch vor einem Jahr."
Triste Aussicht. Scharler weist aber darauf hin, dass nicht nur Schulabgänger mehr Probleme kriegen. So ist die Zahl der arbeitslosen Ausländer im Bezirk Bruck seit April des Vorjahrs von 127 auf 325 Personen angestiegen - viele davon sind jung. Bei den Metall- und Elektroberufen haben sich die Zahlen verdoppelt - auch hier trifft's viele Junge. Und auch bei den Hilfskräften sind viele junge Leute, die noch keine Qualifikation haben, in der Warteschleife.
Das Positive zuletzt: Gegenüber dem März sind die Arbeitslosenzahlen im April leicht rückläufig, das ist aber saisonbedingt.








