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Zuletzt aktualisiert: 05.01.2009 um 20:34 UhrKommentare

Bewusstseinsbildung gegen Unfälle

Unfälle, wie die auf dem Wartberger Kogel, wären vielfach zu verhindern.

Der Wartberger Kogel auf der S 6 zwischen Kindberg und Mitterdorf ist ein unfallträchtiger Bereich

Foto © FF Kindberg StadtDer Wartberger Kogel auf der S 6 zwischen Kindberg und Mitterdorf ist ein unfallträchtiger Bereich

Der so genannte Wartberger Kogel auf der Semmering-Schnellstraße zwischen Kindberg und Mitterdorf ist ein gefährliches Pflaster - in beiden Fahrtrichtungen. Während in Fahrtrichtung Bruck aufgrund des Gefälles vor allem zu hohe Geschwindigkeiten zu Unfällen führen, sind es in Richtung Mürzzuschlag das Glatteis im Winter und Auffahrunfälle.

Unfälle. Am Wochenende zeigte sich der Wartberger Kogel wieder von seiner gefährlichen Seite. Gleich mehrere Unfälle ereigneten sich auf diesem Straßenstück. Drei Pkw überschlugen sich unabhängig voneinander in Fahrtrichtung Bruck, in Richtung Mürzzuschlag waren drei Fahrzeuge in einen Unfall verwickelt. Auch wenn Unfälle nie gänzlich zu verhindern sind: Es gibt Möglichkeiten, diese einzudämmen. So weist bei der Abfahrt Mitterdorf eine Warntafel auf die Gefahr hin, auch ein Anzeiger für die Fahrbahntemperatur ist in Richtung Mürzzuschlag angebracht.

Mobile Radarkontrollen. Dieter Krainz vom Kuratorium für Verkehrssicherheit in Graz nennt auch noch andere Möglichkeiten, vor allem mobile Radarkontrollen. "Häufige Präsenz der Exekutive wirkt sicher bei Rasern", sagt der Verkehrspsychologe. Auch zusätzliche Warntafeln kann sich Krainz vorstellen - beide Maßnahmen werden übrigens vom überwiegenden Teil der Autofahrer begrüßt.

Maßnahmen. Die wichtigste Maßnahme für Krainz ist aber die Bewusstseinsbildung. "An 97 Prozent der Unfälle ist der Mensch schuld." 90 Prozent würden von bewusstseinsbildenden Maßnahmen profitieren. "Aber an etwa zehn Prozent der Verkehrsteilnehmer kommt man nicht heran. Die sind resistent gegen solche Maßnahmen", bedauert Krainz.

ULF TOMASCHEK

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