Ungarische Streicher spielen mit steirischen Blasmusikern
Ernst Smole propagiert in Mürzzusschlag einen neuen Konzerttyp, den er auch exportieren will: "Blasmusik trifft Sinfonik".
Ständig auf der Suche nach möglichen Verbesserungen der musikalischen Ausbildung, hat Ernst Smole einen neuen Konzerttyp ersonnen, der ein breites Publikum ansprechen und gleichzeitig auch Studiendefizite beseitigen soll. "An der Musikuniversität in Wien kann man als Streicher oder Bläser das instrumentale Lehrbefähigungs-Bakkalaureat erwerben, ohne eine einzige Minute während des Studiums im Sinfonieorchester gespielt zu haben", macht sich der Direktor der Johannes-Brahms-Musikschule Sorgen um das Niveau seiner künftigen Pädagogen-Kollegen. Da er andererseits um die hohe Qualität vieler Blasmusiker Bescheid weiß, denen die große symphonische Literatur weitgehend verschlossen bleibt, lag es für ihn nahe, auf Abhilfe zu sinnen.
"Blasmusik trifft Sinfonik", lautet die Devise. In nur 75 Minuten dauernden Konzerten will er zunächst mit der Camerata Hungarica klassische Literatur vorstellen, zum Auftakt Joseph Haydns "Oxford"-Sinfonie. Danach begleiten die Ungarn örtliche Bläsersolisten und dazwischen spielen die Camerata und Sektionen der örtlichen Blasmusik einen jeweils individuell arrangierten Klassik-Hit, wie das "Intermezzo sinfonico" aus Pietro Mascagnis Oper "Cavalleria rusticana".
Für den Probegalopp hat Smole bereits Partner gefunden: Noch vor dem Termin in Mürzzuschlag findet die Premiere in Leibnitz statt.
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"Blasmusik trifft Sinfonik": 6. November, 19.30 Uhr, Kulturzentrum Leibnitz. Karten: Tel. (0 34 52) 82 9 57. 18. November, 18.30 Uhr, Stadtsaal Mürzzuschlag. Tel. (0 38 52) 24 63.








