Polizei zerschlug Drogenring: 38 Anzeigen
Schwunghafter Handel mit Haschisch, Marihuana und harten Drogen im Mürztal.
Einen schwunghaften Handel mit weichen und harten Drogen deckten Mürzzuschlager Bezirks-Drogenermittler der Polizei auf. 38 Personen aus dem Mürztal, Graz und Neunkirchen (Niederösterreich) wurden auf freien Fuß angezeigt. 500 Gramm Marihuana konnten sichergestellt werden.
Zwischen 16 und 31 Jahre. Laut Polizei geht es um den Besitz und um den Konsum von insgesamt 5,3 Kilo Marihuana, 100 Stück Ecstasy, 300 Gramm Heroin, Kokain und Speed. Der Großteil der Drogen soll von den beiden Hauptdealern aus Niederösterreich und Graz in die Obersteiermark geschmuggelt worden sein. Dort fanden sie genügend Abnehmer - Kleindealer und Konsumenten im Alter von 16 bis 31 Jahren.
Anfnag des Jahres. Bereits Anfang dieses Jahres kamen die Bezirks-Drogenfahnder auf die Spur des Suchtgiftringes. "Zunächst waren es einige wenige Personen, auf die sich die Ermittlungen konzentrierten, dann kamen immer Namen dazu", erinnert sich ein Beamter.
Ermittlungen abgeschlossen. Jetzt, nach fast neun Monaten mühevoller Kleinarbeit, konnten die Ermittlungen abgeschlossen, den Verdächtigen ein Drogenhandel über eineinhalb Jahre nachgewiesen werden. Im Zuge der Ermittlungen wurden zahlreiche Hausdurchsuchungen durchgeführt. Dabei stießen die Polizisten auch auf gezüchteten Hanf, aus dem Marihuana hergestellt wurde.
Betrug. Im konkreten Fall geht es aber nicht nur um Drogenmissbrauch, sondern auch um Betrug. Eine 23-jährige Frau und ihr 25-jähriger Freund, beide aus dem Raum Bruck, sollen insgesamt 32 Ärzten in den Bezirken Bruck und Mürzzuschlag ein Nervenmittel herausgelockt haben. Sie täuschten Rückenschmerzen vor und ließen sich suchtmittelhältige Medikamente verschreiben. Innerhalb eines Jahres gelangten sie in den Besitz von 282 Fläschchen dieses Medikamentes.








