"Viktor-Kaplan-Akademie" für eine Zukunft ohne Öl
Die "Viktor-Kaplan-Akademie" in Mürzzuschlag will Beiträge zu allen Bereichen der erneuerbaren Energie liefern.

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Dass die fossilen Energieträger knapp werden, wurde uns zuletzt durch die extremen Preisanstiege bewusst. Robert Lotter hatte dieses Szenario schon vor Augen, als er im Jahr 1999 in Mürzzuschlag die "Viktor Kaplan-Akademie für Zukunftsenergien" gründete.
Interessantes Konzept. Diese Akademie basiert auf einem interessanten Konzept: Sie wird sich mit den verschiedensten Systemen erneuerbarer Energie beschäftigen - und sie soll wirtschaftlich autark sein. Zu diesem Zweck wurden bereits zwei Wasserkraftwerke an der Mürz und ein Windkraftwerk auf dem Moschkogel bei Mürzzuschlag errichtet. "Die Kraftanlagen sollen die Tätigkeit der Akademie finanzieren", sagt Robert Lotter, der auch Geschäftsführer der Kaplan-Akademie ist. Darüber hinaus weisen die Kraftwerke eine derart "außergewöhnliche technische Performance" (Lotter) auf, dass sie auch als Demonstrationsanlagen dienen.
Die Wasserkraftwerke laufen seit Oktober 2002, das Windkraftwerk seit Juli 2006. In zwei Jahren beginnt der Bau der Akademie, im Studienjahr 2011/12 wird der Lehrbetrieb aufgenommen. Im Bereich der Forschung sind Kooperationen mit Arsenal Research Wien, Joanneum Research Graz und der Fachhochschule Kapfenberg fixiert, ebenso mit dem Landesenergieverein Steiermark. Was die Lehre betrifft, können Studenten Haupt- und Wahlpflichtfächer absolvieren, auch Höhere Schulen sollen eingebunden werden.
Erneuerbare Energie. Generell sollen alles thematisiert werden, was erneuerbare Energie liefert: Wasser, Wind, Sonne, Erdwärme und nachwachsende Rohstoffe. Die Kernfrage: Wie kann man die Energie nutzbar machen - und wie kann man sie speichern, damit sie dann verfügbar ist, wenn man sie braucht?
Mobilitäts-Management. Es geht aber auch um Mobilitäts-Management, um Energieeffizienz und um die Vernetzung all jener, die in diesen Bereichen arbeiten. Lotter ist zuversichtlich, dass zu diesen brennenden Fragen künftig auch Antworten aus Mürzzuschlag kommen.








