Quereinsteigerin schaffte Platz zwei bei steirischen Grünen
Ein Stechen zwischen der seit 2006 im Parlament vertretenen Mürzzuschlager Volksschullehrerin Barbara Zwerschitz (39) und der Grazer Quereinsteigerin Judith Schwentner (39) um Platz zwei sorgte am Samstag bei der Landesversammlung der steirischen Grünen in Graz für Spannung.

Foto © APAKogler kanditiert wieder für die Steiermark
Schließlich setzte sich Schwentner knapp mit 64 zu
51 Stimmen durch. Angeführt wird die Landesliste für die
Nationalratswahl von "Urgestein" Abg. Werner Kogler.
Chefredakteurin. Judith Schwentner, Chefredakteurin der Straßenzeitung "Megaphon"
und Leiterin des interkulturellen Cafes "Auschlössl", war als
Quereinsteigerin die Überraschung. Die 39-jährige Slawistin und
Germanistin gab erst vor einer Woche ihre Kandidatur bekannt und
konnte sich zunächst im Wahlkreis Graz durchsetzen. In ihrer Rede
bezeichnete sie den sozialer Ausgleich als eine der wichtigsten
Fragen der heutigen Zeit.
Platz eins. Rechnungshofs- und Landessprecher Kogler, Volkswirt und seit 1999
für die Grünen im Nationalrat, reüssierte mit 90 Prozent auf Platz
eins. "Es geht um Umverteilung, es geht um Gerechtigkeit, denn es
muss Schluss damit sein, dass nur die Reichen immer reichen werden",
lautete seine Botschaft zum Wahlkampfauftakt. Kogler rief auf zu
"Raus aus der Droge fossile Energie", die immer teurer werde und
propagierte einmal mehr die "Energiewende", die gleichzeitig "eine
gerechte Wirtschaftsrevolution" bedeute.
Zwei Mandate. Die steirischen Grünen besetzten bisher zwei Mandate im
Nationalrat.







