NR-Wahl: Steirische FPÖ tritt mit Kurzmann als Spitzenkandidat an
"Durch katastrophales Bild der Ex-Großparteien sind Stimmengewinne möglich", so Kurzmann. Grazer Stadträtin Winter auf Platz drei.
Die steirische FPÖ geht mit ihrem Landesparteiobmann
und Abgeordneten Gerhard Kurzmann in die Nationalratswahl am 28.
September. Dies gab die Partei am Mittwoch bekannt. Kurzmann wurde
einstimmig gekürt, so Landesparteisekretär Mario Kunasek gegenüber
der APA. Was das Wahlziel angeht, so gab man sich bescheiden: "Wir
erwarten Stimmen- und Mandatsgewinne", so Kunasek. Der Auftakt des
Intensivwahlkampfes sei Ende August, auch Bundesparteichef Heinz
Christian Strache werde zwei- bis dreimal in der Steiermark
auftreten, hieß es.
Winter auf Platz 3. Bei der Sitzung des Landesparteivorstandes der FPÖ Steiermark am
Dienstagabend wurde auf Platz zwei der Abgeordnete und Bankkaufmann
Wolfgang Zanger aus dem Bezirk Knittelfeld im ersten Wahlgang
gewählt. Die Grazer Stadträtin Susanne Winter, die sich im
Zusammenhang mit Aussagen im Grazer Gemeinderatswahlkampf "wegen der
Vergehen der Herabwürdigung religiöser Lehren und der Verhetzung"
demnächst vor Gericht verantworten wird müssen, wurde im zweiten
Wahlgang auf Platz drei gereiht. Bei beiden Listenplätzen hatte es
mehrere Kandidaturen gegeben. Eine genaue Zahl der Zustimmung wollte
man bei der FPÖ nicht geben, es hieß lediglich, beide seien "mit
großer Mehrheit" gewählt worden.
Weitere Listenplätze. Auf Listenplatz vier folgt der Bundesheer-Unteroffizier Kunasek,
auf Platz fünf der Angestellte Josef Riemer (Leibnitz) sowie auf
Platz sechs der Mürzzuschlager Prokurist Karl Anton Grafeneder. Von
40 wahlberechtigten Delegierten waren 38 zur Vorstandssitzung
gekommen.
Stimmgewinne möglich. Zum Wahlziel der FPÖ meinte Kurzmann, dass "nach dem Bruch der
rot-schwarzen Koalition und dem katastrophalen Bild der ehemaligen
Großparteien in der Öffentlichkeit Stimmen und Mandatsgewinne für die
FPÖ in der Steiermark möglich" seien. Schwerpunkt der Freiheitlichen
sei die Arbeit für die "österreichische Bevölkerung, die unter der
Belastungslawine leidet", erklärte Kurzmann. "Wir stützen uns in der
Steiermark mit Masse auf die Arbeit ehrenamtlicher Funktionäre ab",
so Kunasek. Die Abschlusskundgebung werde mit großer
Wahrscheinlichkeit am Grazer Hauptplatz stattfinden, ein Termin stehe
noch nicht fest, sagte der Landesparteisekretär.







