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    Zuletzt aktualisiert: 11.07.2011 um 13:20 UhrKommentare

    Vielfältige Symbolik bei Trauerfeier von Otto Habsburg in Mariazell

    Die Särge von Otto Habsburg und seiner Frau Regina werden am Dienstag am Platz vor der Mariazeller Basilika in Empfang genommen. Die Gnadenstatue wird Krone aus dem Brautschmuck Regina Habsburgs tragen.

    Die Särge werden am Dienstag vor der Mariazeller Basilika in Empfang genommen

    Foto © APADie Särge werden am Dienstag vor der Mariazeller Basilika in Empfang genommen

    Bei den Trauerfeierlichkeiten für Otto und Regina Habsburg am Dienstag und Mittwoch in Mariazell werden liturgische Gerätschaften und andere Gegenstände verwendet, die auf die innige Verbundenheit des Ehepaares mit dem steirischen Marienheiligtum hinweisen. Zugleich sollen damit auch der Einsatz Otto Habsburg für ein geeintes Europa sowie die über die Jahrhunderte anhaltende Nähe des Hauses Habsburg zu Mariazell zum Ausdruck kommen, wie Kathpress meldet.

    Die Särge von Otto Habsburg und seiner Frau Regina werden am Dienstag, 12. Juli, gegen 17 Uhr am Platz vor der Mariazeller Basilika in Empfang genommen und dann in die Basilika geleitet. In der Kirche werden die Särge dann vor dem Hochaltar aufgestellt. Es folgen ein Rosenkranzgebet und die Totenwache. Am Mittwoch, 13. Juli, um 14 Uhr beginnt das feierliche Requiem, dem der steirische Diözesanbischof Egon Kapellari vorstehen wird.

    Zur Verwendung gelangt bei den Trauerfeierlichkeiten u.a. eine Monstranz, die für den 23. Eucharistischen Weltkongress, der 1912 in Wien stattgefunden hatte, angefertigt wurde. Für die katholischen Gläubigen aus Ost- und Südosteuropa war dieser Kongress vor dem Ersten und Zweiten Weltkrieg und der folgenden Errichtung des Eisernen Vorhangs für nahezu ein Jahrhundert eine der letzten Begegnungsmöglichkeiten.

    "Wallfahrt der Völker"

    Diese Monstranz wurde deshalb auch im Mai 2004 beim Mitteleuropäischen Katholikentag in Mariazell erstmals wieder verwendet. Rund 100.000 Pilger aus Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Österreich, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn kamen damals am 22. Mai zur "Wallfahrt der Völker". Der Katholikentag wurde zum beeindruckenden Zeichen der Versöhnung zwischen den Völkern und einer neuen europäischen Einheit. Der damals 91-jährige Otto und seine Gemahlin harrten bei widrigstem Wetter mit den anderen Pilgern beim Gottesdienst auf dem Mariazeller Flugfeld aus.

    Deshalb wird die Mariazeller Gnadenstatue auf Wunsch der Familie Habsburg bei den Trauerfeierlichkeiten das Kleid des Mitteleuropäischen Katholikentags tragen. In das weiße Kleid sind u.a. die Wappen der acht teilnehmenden mitteleuropäischen Länder eingearbeitet.

    Verbundenheit mit Mariazell

    Die Kronen, die die Gottesmutter und das Jesuskind tragen werden, haben ebenfalls eine spezielle Bedeutung: Ihre Hochzeit konnten Otto und Regina von Habsburg 1951 nicht in Mariazell feiern, da dem Sohn des letzten Kaisers von Österreich und Königs von Ungarn, Karl I. (IV.), gemäß den Habsburger-Gesetzen von 1919 die Einreise nach Österreich verboten war. Um die Verbundenheit mit Mariazell zu symbolisieren, wurde zur Hochzeit am 10. Mai 1951 im französischen Nancy eine Kopie der Gnadenstatue gebracht, und Regina "schenkte" im Anschluss ihren Brautschmuck der Mariazeller Gottesmutter. Aus der Brautkrone wurde eine Krone für die Muttergottes gefertigt. Das Mariazeller Priorat ließ zusätzlich eine zu dieser Krone passende Krone für das Jesuskind anfertigen.

    Der Messkelch, den Bischof Kapellari beim Requiem am Mittwoch verwenden wird, weist ebenfalls auf die Geschichte des habsburgischen Reichsheiligtums hin: Der Kelch wurde 1721 in Wien gefertigt und 1725 im Rahmen einer Wallfahrt von Elisabeth Christine von Braunschweig-Wolfenbüttel, der Gemahlin von Kaiser Karl VI. und Mutter von Kaiserin Maria Theresia, gespendet.

    Auf dem Altar wird das sogenannte "Karlskreuz" stehen. Der 18-jährige Erzherzog und spätere Kaiser Karl VI. spendete diese Kreuz 1703. Nach einem Feldzug nach Madrid war Karl nach Mariazell gekommen, um Hilfe und Schutz der Gottesmutter zu erbitten.


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