Ehre und Verpflichtung
Jubeltag in Mariazell, dem "Schönsten Ort" im Land: Ortschef und Fotografenmeister Josef Kuss denkt schon an die Zukunft des Wallfahrtsortes.

Foto © Kanizaj
Es klingt schon gut, wenn man sich mit dem Titel "Schönster Ort der Steiermark" schmücken darf. Und weil diese Kür durch die Kleine Zeitung auch gebührend gefeiert gehört, lädt Mariazell heute zum großen Platzwahl-Siegerfest (siehe Info).
Während man am Vormittag dem Hauptplatz den letzten festlichen Feinschliff verpasst, geht Josef Kuss, Bürgermeister des Wallfahrtsortes, andernorts seinem Hauptberuf nach: "Ich fotografiere eine Hochzeit, das ist schon lange ausgemacht", erklärt der 57 Jahre alte Fotografenmeister, "danach geht es aber sofort zum Fest", ist doch der Titel eine "Riesenfreude für die Region".
Das Handwerk war dem ÖVP-Ortschef praktisch in die Wiege gelegt: Die Familie Kuss lichtet seit 1863 Land und Leute ab, im Jahr 1978 hat Josef Kuss das Geschäft übernommen. So geplant sein Einstieg ins Fotogeschäft, so überraschend war im März 2010 Jahres seine Berufung zum Bürgermeister der malerischen 1531-Seelen-Gemeinde.
Vier Monate danach konnte der Vater zweier Kinder durch tatkräftige Unterstützung seiner Bürger und knapp 15.000 Stimmen den Titel "Schönster Ort der Steiermark" bejubeln. "Dieser Titel wird Mariazell und der Region auch in den nächsten Jahren weiterhelfen, da bin ich mir sicher", erklärt ein stolzer Bürgermeister. Die Auszeichnung ist für Kuss aber nicht nur Ehre, sondern auch gleichzeitig Verpflichtung: Man müsse den Schwung nutzen und die Quantität im Qualitätsbereich der Hotels verbessern. Außerdem will Kuss das Veranstaltungszentrum "Europeum" mit mehr Programm stärken und international positionieren.
Features
Das Fest
Ab 13 Uhr feiert Mariazell am Hauptplatz den Titel "Schönster Ort der Steiermark".
Um 15.30 Uhr gibt es die Preisverleihung, ab 18.30 Uhr spielen die Stoakogler auf.







