Auch Halltal setzt nun auf erneuerbare Energie
Die kleine Mariazellerland-Gemeinde hat in eine Hackschnitzelanlage investiert - und das, ohne neue Schulden zu machen.

Foto © Schöberl/Sujet
Sage und schreibe 100.000 Euro hat die 353-Einwohner-Gemeinde Halltal im Jahr 2009 in die gemeindeeigenen Gebäude investiert. "Diese Summe kam ausschließlich der heimischen Wirtschaft im Mariazeller Land zugute und konnte ohne neue Schulden finanziert werden", freut sich Bürgmeister Herbert Fuchs (SPÖ).
Stolz ist Fuchs auf die neue Hackschnitzelheizung, die nicht nur das Gemeindeamt und die beiden darin befindlichen Wohnungen, sondern auch die Volksschule und das gemeindeeigene Gasthaus beheizt. "Wir ersparen uns so 30.000 Liter Öl im Jahr, die wir bislang verbraucht haben", sagt der Bürgermeister, dem die Ölheizung "als Förster sowieso ein Dorn im Auge war", wie er betont. Dazu kommt, dass 80 Prozent des Halltaler Gemeindegebiets Wald sind - und schließlich sind drei Bauern aus Halltal Mitglied der bäuerlichen Wärmeliefergesellschaft, die die Hackschnitzelanlage befüllt. Nicht umgesetzt werden konnte der Plan, auch die Praschlsiedlung an die Hackschnitzelheizung anzuschließen. Der Leitungsbau wäre zu aufwendig und die Abnahme zu gering gewesen. "Aber hier ist der Zug nicht für alle Zeiten abgefahren", hofft Fuchs.
In einem Zwei-Stufen-Plan hat die Gemeinde ihr Amt saniert. 2008 wurden neue Fenster eingebaut, 2009 wurde neben der neuen Heizung auch eine Innensanierung des Gebäudes vorgenommen. Für heuer ist geplant, die alten Fenster in der Volksschule auszutauschen, um die Energie auch effizient nützen zu können - ein Vorhaben, das immerhin 30.000 Euro kosten wird.







