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Zuletzt aktualisiert: 13.03.2012 um 21:26 UhrKommentare

Streit um Hündin "Luna"

Der Aktive Tierschutz Steiermark hat einem Langenwanger Landwirt seinen Hund abgenommen. Nun hat der Bauer Anzeige erstattet.

Johann Haberl hätte Hündin "Luna" gerne zurück

Foto © REPRO: DAMBERGER Johann Haberl hätte Hündin "Luna" gerne zurück

Der Langenwanger Landwirt Johann Haberl vulgo Hasenbauer will nicht aufgeben. Er kämpft derzeit mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln, um seine sechs Monate alte Berner Sennenhündin "Luna" wieder zu bekommen. Derzeit ist "Luna" in der Arche Noah des Aktiven Tierschutzes Steiermark untergebracht.

Vor knapp zwei Wochen erschien ein Mitarbeiter des Aktiven Tierschutzes auf Haberls Hof - zu Hause war zu diesem Zeitpunkt nur Haberls Mutter - und gab sich nach Aussage des Bauern als Tierinspektor aus. Er berief sich auf drei anonyme Anzeigen, die wegen schlechter Haltung von "Luna" eingegangen waren. Tatsächlich war der Hund zu diesem Zeitpunkt in einer Pferdebox untergebracht.

Schritt bedauert

Bald darauf rief der Präsident des Aktiven Tierschutzes, Herbert Oster, bei Haberl an. "Herr Oster hat ziemlichen Druck auf mich ausgeübt und gesagt, er würde den Fall veröffentlichen - außer ich würde ihm meinen Hund noch heute übergeben", sagt Haberl, der "Luna" tatsächlich nach Graz ins Tierheim Arche Noah geführt und dort eine Verzichtserklärung unterzeichnet hat. Ein Schritt, den Johann Haberl rasch bedauerte. Er fühlte sich von Oster unter Druck gesetzt und möchte "Luna" nun gerne wiederhaben.

Von Druck oder gar Nötigung will man beim Aktiven Tierschutz nichts wissen. "Herr Haberl hat seinen Hund freiwillig zu uns gebracht, nachdem ihn Herbert Oster über mögliche rechtliche Konsequenzen seiner Hundehaltung informiert hat", sagt man beim Aktiven Tierschutz. Außerdem sei "Luna" voller Kot und Urin gewesen, als sie in die Arche Noah gebracht wurde.

Der Langenwanger Landwirt gibt zu, dass "Lunas" Haltung nicht in Ordnung gewesen sei, aber die Auflagen des Aktiven Tierschutzes seien zu streng gewesen. Er, Haberl, hätte aber die amtlichen Auflagen - Bau eines Zwingers mit entsprechend Licht und Platz - erfüllt. Das aber sei Oster zu wenig gewesen, er hätte auf einer 24-Stunden-Betreuung und einen Platz im Haus für den Hund bestanden.

Haberl hat mittlerweile bei der Polizei eine Anzeige wegen Nötigung eingebracht. Doch der Aktive Tierschutz hat für "Luna" bereits einen neuen Platz gefunden - und der Rechtsweg kann lange dauern.

GUSTL DAMBERGER, ULF TOMASCHEK

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