Wie das gallische Dorf
Bei den Gesprächen zur Gemeindezusammenlegung agierte das kleine Ganz (Mürzzuschlag) geschickt und verteidigte seine Eigenständigkeit.

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Ganz hat 391 Einwohner und eine Gemeindefläche von 3212 Hektar. Noch nie hat der Ganzer Bürgermeister Andreas Rinnhofer (ÖVP) ein Hehl daraus gemacht, was er von einer Fusionierung seiner Gemeinde mit Mürzzuschlag hält: nichts.
Zwei Gesprächsrunden mit Bürgermeistern gab es im Bezirk Mürzzuschlag zu den geplanten Fusionen, eine davon mit Mürzzuschlag und Ganz. Dabei erklärten die Vertreter des Landes Steiermark redlich bemüht noch einmal das Warum und Wie. Höflich, aber bestimmt meinte der Ganzer Bürgermeister jedoch: Die Zusammenlegung mit Mürzzuschlag sei für ihn sinnlos.
Er argumentierte ausgerechnet mit jener Infrastruktur, die es in der Gemeinde gar nicht gibt: Weil man ohnehin schon so viel wie möglich mit Mürzzuschlag teile und zusammenarbeite. Das fängt bei einem Hauptplatz an, den Ganz nicht hat und hört bei der Schneeräumung auf, die man auch schon seit längerer Zeit ausgegliedert hat. Man spare also, wo es nur gehe. Zusatzargument: Ganz sei sehr stark ländlich orientiert, Mürzzuschlag städtisch. Städtische Belange würden deshalb bei einer Fusion immer vorrangig behandelt werden.
Kindberg, Allerheiligen, Stanz und Mürzhofen verhandelten auch schon. Die Bürgermeister dort sind offen für ein Zusammengehen. Bei der Gemeinde Mürzhofen wird jedoch auch eine Fusion mit St. Lorenzen oder St. Marein überlegt.
Im Juli treffen sich die Bürgermeister des Neubergertales sowie Mitterdorf, Wartberg und Veitsch. Was schon sicher ist: Langenwang, Spital und Krieglach bleiben "solo".








