Los war Grünen nicht grün
Einspruch der Grünen gegen Krieglacher Wahlergebnis. Eine als ungültig gezählte Stimme hätte Gemeinderatssitz gebracht. So entschied aber das Los.

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Da war sich jemand in der Wahlkabine wohl nicht ganz sicher. Zuerst wurde eine Fraktion angekreuzt, dann dick durchgestrichen und dafür das Kreuzerl bei den Grünen gemacht. Bei der Auszählung wurde die Stimme in diesem Sprengel als ungültig gezählt. In einem anderen Wahlsprengel sah es auf einem Stimmzettel gleich aus, dort war die Stimme aber gültig.
Das hat der Spitzenkandidat der Grünen in Krieglach, Stefan Rapp, nun bei der Landeswahlbehörde beeinsprucht. "Denn hätten wir diese als ungültig gezählte Stimme als gültige bekommen, dann wären wir im Gemeinderat", sagt Rapp. Jetzt haben die Grünen 129 Stimmen. Damit ist zwar die Wahlzahl 129 erreicht, die für einen Gemeinderatssitz nötig gewesen wäre, aber die ÖVP hat 258 Stimmen erhalten, also genau die doppelte Anzahl an Stimmen. Damit hätten Grüne und ÖVP gemeinsam Anspruch auf drei Sitze im Gemeinderat. Es standen aber aufgrund der Wahlarithmetik nur zwei Sitze zur Verfügung. Und in so einem Fall wird der Gemeinderatssitz tatsächlich zwischen den "Kontrahenten" verlost. Mit 130 Stimmen hätten sich die Grünen den Losentscheid erspart. Fortuna aber entschied für die ÖVP, die Grünen flogen aus dem Gemeinderat. Die Landeswahlbehörde prüft den Einspruch.
Für die glücklichere ÖVP ziehen nun Robert Kröll und Helga Grach in den Gemeinderat ein, Andreas Ebner, der aufgrund seiner Vorzugsstimmen der Erstgereihte in der ÖVP gewesen wäre, verzichtet auf sein Mandat.








