Gute Chancen auf Arbeit
Die 78 Arbeiter, die die Voestalpine Tubulars in Kindberg verlassen müssen, sind auf dem Arbeitsmarkt der Region sehr gefragt.

Foto © Kemmer Kerstin
Im Jänner schraubt das Werk der VA Tubulars, das ehemalige Nahtlosrohrwalzwerk, die Produktion zurück, der Personalstand wird um 78 auf 980 Mitarbeiter reduziert.
Laut Wolfgang Seidl vom Arbeitsmarktservice Mürzzuschlag stehen die Chancen für die Betroffenen aber gut: "Von Breitenfeld über Böhler bis zur Schiene Donawitz wird Personal gesucht. Für den überwiegenden Teil sollte es daher nicht allzu schwierig sein, etwas zu finden."
Schock.
Walter Scharler, AMS-Leiter im Nachbarbezirk Bruck, sieht es ähnlich: "Nach dem derzeitigen Bedarf der Industrie zu urteilen, müsste dieses Personal weitgehend untergebracht werden können."
Bei der Betriebsversammlung letzte Woche (wir berichteten) wusste die Belegschaft noch nicht, wen es trifft. Aber noch am selben Tag wurden die meisten informiert. "Natürlich war es im ersten Moment ein Schock", sagt Heinz Jauk, Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrats im Rohrwerk.
Vermittlung.
Aber inzwischen laufen die Bemühungen um Vermittlung auf Hochtouren, wobei laut Jauk auch die Geschäftsführung sehr mithilft: "Zwei Brucker arbeiten bereits bei der Austria Draht, einige Donawitzer werden in die dortige Voestalpine zurückkehren. Und etwa 20 Arbeiter gehen in die Arbeitsstiftung." Die meisten von ihnen wollen sich höher qualifizieren, etwa an der HTL oder der Fachhochschule.
Stammpersonal.
Erst vor vier Jahren hatte der Betriebsrat erreicht, dass die Firma Leiharbeiter ins Stammpersonal übernimmt. Etwa 20 von ihnen haben befristete Verträge, die ohnehin auslaufen. Formell gekündigt werden also knapp 60. Jauk jedenfalls will den Weg jedes einzelnen verfolgen: "Damit niemand auf der Strecke bleibt."








