Wirbel um das "Vitalineum"
In Kindberg laufen die Vorbereitungen für die Therme "Vitalineum". Es gab eine Präsentation im Gemeindeamt. Die ÖVP kritisierte, dass der Bürgermeister die anderen Fraktionen nicht eingeladen hatte.

Foto © APAWirbel um das "Vitalineum"
Es gibt nun eine Absichtserklärung der Firma List Tour Consult, die Therme "Vitalineum" in Allerheiligen zu planen, zu errichten und auch zu betreiben. So informierte der Kindberger Bürgermeister Karl Hofmeister (SPÖ) in der jüngsten Gemeinderatssitzung die Mandatare. An Infrastrukturkosten fallen ein bis 1,3 Millionen Euro an. Hofmeister: "Das erwartet sich die Firma List von der öffentlichen Hand." Hier sei man dabei, einen Termin bei Landeshauptmann Franz Voves zu erhalten, denn "diese Kosten würden unseren Rahmen sprengen".
Sprengstoff.
Für Sprengstoff sorgte dann die Information Hofmeisters, in der Vorwoche habe die Firma List das gesamte Projekt im Gemeindeamt präsentiert - dem Bürgermeister, Stadtamtsdirektor Helmut Lautner und Baudirektor Rudolf Haidenhofer als Vertretern von Kindberg. Das war der ÖVP ein doch zu kleiner Kreis. Ob man bei solchen Präsentationen nicht "weiter einladen" könnte - also auch die ÖVP, zumindest den Stadtrat, fragte VP-Gemeinderat Anton Fürst. Schließlich hieße es ja, die ÖVP solle sich Richtung Land bemühen. "Da würden wir dann auch Information brauchen." Hofmeister daraufhin: "Ich lade dann ein, wenn die Zusagen vom Land da sind." Konter von Fürst: Wenn die Zusagen da seien, seien weitere Bemühungen nicht mehr nötig. Die Antwort
des Bürgermeisters: Er wolle Headlines in der ÖVP-Zeitung vermeiden, mit denen man diverse Vorhaben als Verdienst der ÖVP darstelle - und verwies auf das Artesyn-Gelände und die Bemühungen um eine Weiternutzung (siehe nebenan).
Idee.
ÖVP-Vizebürgermeister Gert Andrieu meinte, die Therme sei ohnehin die Idee von FPÖ-Gemeinderat Bernhard Karlinger gewesen. Und der ehemalige FP-Landeschef Leopold Schöggl und VP-Chef Hermann Schützenhöfer wären die einzigen, die bisher dafür Geld in die Hand genommen hätten.
Nach heftigen Diskussionen meldete sich der von Andrieu ins Spiel gebrachte FPÖ-Mandatar Karlinger zu Wort: "Egal, das Projekt ist nicht mehr unseres, aber ich hoffe trotzdem, dass etwas daraus wird." Und was es denn jetzt koste? "Neun Millionen Euro", informierte Hofmeister, 50 Prozent kämen an Eigenkapital von der Firma List.








