Kapfenberg: Räuber schoss und traf die Heizung
Beim Raubüberfall auf das City-Cafe in Kapfenberg kam es zu dramatischen Szenen. Der Räuber feuerte einen Schuss ab, das Projektil durchschlug die Wand und traf einen Heizkörper. Daneben saß ein Gast.
Zu gefährliche Szenen kam es bei einem bewaffneten Raubüberfall auf ein Kapfenberger Cafehaus: Als sich der Kellner mit einem Sessel schützen wollte, feuerte der Täter einen Schuss ab. Das Projektil traf die Elektroleitung, löste einen Kurzschluss aus und durchschlug einen Heizkörper, das Lokal wurde daraufhin überflutet.
"Geld her!" Der dunkel gekleidete und mit einer Unterziehhaube maskierte Räuber stürmte am Mittwoch gegen 19.30 Uhr in das Kapfenberger City-Cafe. Mit einer Pistole bedrohte er den Kellner Paul K. (63) und sechs Gäste. "Geld her, Geld her", brüllte er. Als der Täter mit der Waffe auf den Kellner zielte, nahm dieser einen Sessel und versuchte sich damit zu schützen. Paul K. wollte noch etwas sagen, da drehte sich der Verbrecher zur Seite, zielte auf eine Gipswand und drückte ab.
Kurzschluss. Das Projektil vom Kaliber 7,62 Tokarew durchschlug die Wand, traf eine Stromleitung und durchbohrte einen Heizkörper. Im selben Moment kam es zu einem Kurzschluss und das Wasser aus dem Heizsystem überflutete das Lokal. Unwahrscheinliches Glück hatte ein Gast, der in der Nähe des Heizkörpers saß. Er blieb unverletzt.
Kelnner flüchtete. Während der Kellner auf die Straße flüchtete, begann der Räuber hinter der Theke nach Geld zu suchen. Im Dunkeln blieb seine Suche erfolglos. Er musste ohne Beute die Flucht ergreifen.
Seltenes Kaliber. Beamte des Landeskriminalamtes, Außenstelle Niklasdorf, nahmen noch am Abend die Ermittlungen auf. Eine Spur zum Täter konnten sie bisher nicht finden, sagen Franz Weitzer und Franz Kiedl. Sie sind aber zuversichtlich, denn es wurde ein Geschoss seltenen Kalibers verwendet.
Zastava M 57. Die Experten der Kriminaltechnischen Untersuchungsstelle in Graz wissen, dass solche Munition nur mit wenigen Waffen abgefeuert werden kann. Am häufigsten wird diese Munition für die Pistole Zastava M 57 verwendet. Ermittlungsleiter Franz Weitzer: "Wir gehen davon aus, dass auch der Täter eine solche Waffe benutzt hat."
Fünfte Raubüberfall. Der Überfall auf das Cafe in Kapfenberg ist der fünfte bewaffnete Raubüberfall innerhalb von zehn Tagen in der Steiermark. In Graz wurden in der Vorwoche eine Ehepaar in der Wohnung gefesselt und beraubt und eine Bank überfallen. Der Bankraub ist geklärt. Die Wettcafe-Räuber von Preding die Tätern, die in St. Stefan ob Leoben einen Lokalbesitzer in seinem Haus überfallen und ausgeraubt hatten, sind noch flüchtig.
Erste Spur. Im Fall St. Stefan verfolgen die Kriminalisten aber eine erste Spur. Ein Nachbar hatte Tage vor dem Überfall in Tatortnähe einen Verdächtigen beobachtet (siehe Phantombild). Um Hinweise zur Aufklärung der Verbrechen in St. Stefan und Kapfenberg ersucht die Kriminalaußenstelle Niklasdorf unter Tel. 0 59 133 6324.
Features
Personenbeschreibung
Der Räuber war ca. 180 cm groß, schlank, mit sportlicher Figur. Bekleidung: dunkle Oberbekleidung, dunkle Haube mit Sehschlitzen.
Bewaff-

Grafik vergrößernPhantombildGrafik © Polizei









