Doch noch kein Happy End
Ein behinderter Bub aus Aflenz Land wäre im Herbst zwar schulpflichtig, sollte aber noch ein Jahr im Kindergarten bleiben. Doch wer zahlt?

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Im abgelaufenen Kindergartenjahr gab es ein Happy End für den sechsjährigen Christoph aus Aflenz Land. Der behinderte Bub besuchte das gesetzlich vorgeschriebene Kindergartenjahr in seiner Heimatgemeinde. Ein Jahr, das an sich gratis ist. Doch aufgrund seiner Behinderung fielen für Christophs Betreuung 1500 Euro pro Monat an. Doch das Land Steiermark hat aufgrund einer Änderung der Leistungs- und Entgeltverordnung nicht gezahlt - sehr wohl aber hätte es den Besuch eines - wesentlich teureren - Heilpädagogischen Kindergartens gezahlt.
Der Sozialhilfeverband Bruck ist im Vorjahr in die Bresche gesprungen und hat gezahlt - freiwillig. Nun wäre Christoph schulpflichtig. Aber auf Anraten von Experten sollte er noch ein Jahr im Kindergarten anhängen. Das Problem: wer zahlt?
Kapfenberg noch nicht fix
"Die rechtliche Situation ist gleich wie im Vorjahr", sagt Hubert Lenger, Bürgermeister von Aflenz Land. "Das Land würde den Aufenthalt samt Fahrtkosten für einen heilpädagogischen Kindergarten übernehmen." Aber die beiden Kindergärten in Trofaiach und Krieglach sind heillos überfüllt. Als Alternative bliebe Kapfenberg, wo derzeit ein Heilpädagogischer Kindergarten im Entstehen ist. Das Problem: Nach Aussage der Kapfenberger Bürgermeisterin Brigitte Schwarz ist noch nicht fix, ob im Herbst eröffnet werden kann.
"Kapfenberg wäre zwar geografisch eine gute Lösung, aber die Integration, die Christoph bisher erlebt hat, würde dort natürlich wegfallen", sagt Lenger, der sich vom Land Steiermark eine Lösung für solche Fälle erwartet. Aber eine Antwort auf seine diesbezügliche Anfrage hat er nie bekommen. "Daher ist der Fall mittlerweile auch beim Volksanwalt anhängig", sagt der Bürgermeister.








