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Zuletzt aktualisiert: 15.06.2012 um 20:29 UhrKommentare

Verlobungspläne von Bruck und Kapfenberg

Reformgespräche am Montag, dann Pressekonferenz. Mehr Züge nach Salzburg. Kritik an Pension ab 67.

Kapfenberg von oben

Foto © Lieb Kapfenberg von oben

N ach dem Vorabbericht der Kleinen Zeitung treten die SPÖ-Bürgermeister Bernd Rosenberger (Bruck) und Brigitte Schwarz (Kapfenberg) offensichtlich die Flucht nach vorne an: Für Dienstag hat SP-Bezirkschef Hans Straßegger zur Pressekonferenz eingeladen. Inhalt? Vertraulich. "Wir wissen auch nichts", winkten die offiziellen Stellen in der roten Parteizentrale und der Grazer Burg am Freitag ab. Ranghohe Parteivertreter bestätigten indes das offene Geheimnis: Im engsten Kreis haben die Stadtspitzen samt Amtsleiter Gerald Schweighardt (Kapfenberg) sowie Helmut Krammer (Bruck) Pläne geschmiedet, die beiden Städte zu verschmelzen. Man soll "inhaltlich sehr weit sein", wenngleich noch viele Fragen geklärt werden müssten - eine davon: die Bürgerbeteiligung. So oder so gehen die Gemeindereformverhandlungen weiter: Am Montag sind zu Brucks Bezirkshauptmann Bernhard Preiner die Ortschefs der Stadt Bruck, Oberaich, Pernegg und Breitenau geladen - Kapfenberg ist offiziell nicht vertreten.

Die ÖBB wollen den letztjährigen Kahlschlag auf der Strecke Graz-Salzburg offenbar rückgängig machen. Seit Ende 2011 fahren dort ja nur noch drei Direktzüge. Geheim verhandeln die ÖBB jetzt mit den Ländern Salzburg und Steiermark über eine Verbesserung. Hintergrund: Die Gäste der Schi-WM in Schladming (Februar 2013) will man mit dem derzeitigen Mini-Angebot nicht vergrämen. Im Büro von FP-Verkehrslandesrat Gerhard Kurzmann will man das nicht kommentieren. Betont wird aber, dass die Strecke von den Kunden gut angenommen werde.

Das Pensionsantrittsalter (stufenweise) auf 67 Jahre anheben: Der Vorstoß von VP-Landesparteichef Hermann Schützenhöfer bleibt erwartungsgemäß nicht unwidersprochen. Der steirische ÖGB-Chef Horst Schachner wirft Schützenhöfer vor, er würde viele arbeitslose Arbeitnehmer über 50 Jahre verhöhnen. Gefragt "sind ausreichend altersgerechte Arbeitsplätze", so Schachner. Kritisch auch Claudia Klimt-Weithaler: "Schützenhöfer soll uns einmal erklären, woher diese Arbeitsplätze kommen sollen." Würde der VP-Chef bis 2019 arbeiten, dann "sucht er sich dafür hoffentlich einen anderen Job".

Streit unter steirischen Nationalratsabgeordneten - Grund dafür sind Diplomatenpässe, die die Mitglieder des außenpolitischen Ausschusses beantragen können. Reinhold Lopatka (VP) hat dies getan, ebenso die Grüne Judith Schwentner, nicht so Gerald Grosz (BZÖ). Die Grüne würde den Pass bloß benötigen, um zwischen den Murufern zu gondeln, stichelt Grosz.

H. BAST, T. ROSSACHER

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