Im Land wird wieder kräftig investiert
Gute Nachrichten für den Wirtschaftsstandort. In der Steiermark werden derzeit gewaltige Investitionsprojekte gestartet.

Foto © APAVoestalpine
Die sommerlichen Temperaturen der letzten Tage regten in der Steiermark auch den Unternehmergeist der heimischen Betriebe an. So erwirbt die Voestalpine über ihre Tochtergesellschaft Austria Draht 54 Prozent am Sägedraht-Spezialisten CPA Filament, um in der Drahtweiterverarbeitung noch stärker Fuß zu fassen. Gemeinsam will man jetzt im Rahmen des Joint Ventures am Standort Fürstenfeld die weltweit modernste Fabrik für die Art von Spezialdrähten, die man vor allem in der Fotovoltaik- und Halbleiterindustrie kennt, errichten. Dabei werden 43,7 Millionen Euro investiert, nach vier Ausbaustufen sollen 270 Mitarbeiter beschäftigt werden.
Die Produktionsanlage soll Ende 2012 in Betrieb gehen, deren Errichtung wird von der öffentlichen Hand mit 5,1 Millionen Euro unterstützt - der Landesanteil beträgt 2,25 Millionen Euro. Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann begründet die Subventionsentscheidung vor allem mit den "zahlreichen neuen Arbeitsplätzen, die in der Region entstehen".
An der Investitionsschraube drehen im Moment auch andere steirische Betriebe. So baut der Motorenspezialist Pankl Racing Systems für 19 Millionen Euro die Produktionsstätten in Bruck und Kapfenberg aus. Direkt neben der bestehenden Halle wird ein 2700 Quadratmeter großer Erweiterungsbau errichtet, der Ende August fertig sein soll. Grund für den Ausbau ist die "geradezu dramatisch verbesserte" (Vorstandsvorsitzender Wolfgang Plasser) Auftragslage im Bereich Luftfahrt.
Gute Nachrichten sind auch aus Graz zu vernehmen, so konnte der steirische Technologieriese Andritz eine glänzende Quartalsbilanz vorlegen. Der Umsatz der Gruppe stieg um 28,4 Prozent auf knapp 1,186 Milliarden Euro, das operative Ergebnis (Ebit) kletterte um 28,3 Prozent auf 66,7 Millionen Euro. Der Auftragsstand lag mit Ende des ersten Quartals bei mehr als sieben Milliarden Euro.
55 Millionen für Forschung
Investiert wird in der Steiermark auch weiterhin in Kompetenzzentren. Die Steiermark ist an 19 von 45 Kompetenzzentren und K-Projekten im Rahmen des sogenannten Comet-Programms in Österreich beteiligt, 16 davon haben auch den Sitz im Bundesland. Für Buchmann sind diese Zentren auch ein Grund dafür, dass die Forschungsquote der Steiermark bei dem Rekordwert von mittlerweile 4,3 Prozent liegt.
Im Herbst wird nun abermals über die Vergabe von Kompetenzzentren entschieden - zwölf steirische Projekte wurden eingereicht, sie umfassen ein Investitionsvolumen von 55 Millionen Euro, das Land fördert die Projekte mit 8,2 Millionen Euro.








