Der vergessene Hunderter
Die Kapfenberger Traditionsfirma Schicker feierte den 102. Geburtstag.
Manche Frauen, sagt man, feiern lebenslang ihren 29. Geburtstag - aus Angst vor dem Dreißigsten. Beim Hunderter sieht die Sache schon ganz anders aus. Den feiert jeder gerne, so er ihn erlebt. Das gilt auch für Firmen - aber nicht für die Firma Schicker in Kapfenberg, bekannt seit Generationen. Denn kürzlich wurde zwar in Saus und Braus gefeiert, aber da gleich der 102. Geburtstag. Den Hunderter habe er glatt vergessen, entschuldigte sich Hausherr Franz Friessnegg. Die Entschuldigung wurde allseits angenommen, denn der "vergessene Hunderter" geriet zum rauschenden Fest, zu einem "fulminanten Abend voller Genüsse", wie es Friessnegg formulierte.
Für die Weine des Abends waren Karl Jurtschitsch, Peter Skoff und Regina Elsnegg zuständig, für den Sekt Peter Szigeti und für den Cognac Eric Bompard. Fürs Essen sorgte selbstredend der Hausherr persönlich mit seinem Team von Küche und Service. Karl Detschmann, jahrzehntelang bei der Brauunion tätig, hielt die Laudatio auf die Unternehmerfamilie Franz, Barbara, Anna und Hannes Friessnegg. Er erinnerte aber auch an den Einsatz, die Pünktlichkeit und Verlässlichkeit der Eltern beziehungsweise Großeltern Franz und Anni Friessnegg, verwitwete Schicker.
Es wurde aber nicht nur gefeiert. Die Gäste zeigen sich auch großzügig, und so konnte Franz Friessnegg einen namhaften Geldbetrag an die Tierstube Kapfenberg übergeben.








