Weiter und sicherer fahren
Die Fachhochschule Kapfenberg arbeitet an mehr Sicherheit und besserer Energieausbeute für Elektroautos - mit 31 Partnern in neun Ländern.
Man spricht bereits von der "dritten Generation" der Elektroautos, und die Fachhochschule Joanneum Kapfenberg ist an der Forschung intensiv beteiligt.
Insgesamt 31 Projektpartner aus neun europäischen Ländern sind in das Projekt eingebunden, das Gesamtbudget liegt bei 36 Millionen Euro. Unter der Leitung des Halbleiterherstellers Infineon soll das Projekt im Jahr 2014 abgeschlossen sein. Auch namhafte Firmen wie VW, Siemens und AVL sind dabei.
Das Ziel: mehr Sicherheit und mehr Reichweite bei Elektrofahrzeugen, und zwar unter dem Titel "Motorbrain", also "Motorgehirn". Es geht den Technikern dabei um den gesamten Antriebsstrang, von der Batterie über den Motor bis zur Kraftübertragung auf die Räder. "Ziel ist", so Raul Estrada Vazquez von der FH Kapfenberg, "das gesamte System um 20 Prozent effizienter zu machen." Dies würde sich direkt in einer größeren Reichweite der E-Mobile auswirken.
Ein weiterer Aspekt der Arbeiten sind die Sicherheit und Unfallvermeidung im Straßenverkehr. Die vielen mechanischen und elektronischen Komponenten eines Elektroautos sollen so optimiert und erweitert werden, dass bei Fehlern in einem Bereich das gesamte System trotzdem weiter funktioniert. Einerseits müssen die einzelnen Bereiche besser aufeinander abgestimmt werden, manches muss zur Absicherung auch doppelt vorhanden sein. Die Elektroniker der FH untersuchen dabei, wie sich unterschiedliche "Betriebsstrategien" der Einzelbereiche auf die Effizienz und Sicherheit des Antriebsstrangs auswirken. Vielversprechende Konzepte werden an Prototypen umgesetzt.
Darüber hinaus sollen vermehrt Materialien zum Einsatz kommen, die dem Recycling zugeführt werden können. Unter anderem ist hier von völlig neuen Verbundstoffen für den Elektromotor die Rede.








