Zwei Enten als Einstandsgeschenk
Das "Urban gardening" in Kapfenberg kann losgehen, erste Planungen haben schon begonnen.
Den Valentinstag haben sich Sabine Christian, Kapfenbergs Stadtbaudirektorin, und Bürgerlisten-Gemeinderat Peter Vogl für ihr erstes offizielles Treffen zum "Urban gardening" ausgesucht. "Urban gardening" - das gemeinsame Garteln - soll ab heurigem Frühjahr auf dem Grundstück der Gärtnerei Schlemmer in die erste Saison gehen. Zwei Jahre sind vorerst ertraglich vereinbart, für drei weitere Jahre gibt es eine Option auf das Grundstück.
Dass sich der Andrang derer, die mitmachen wollen und zum ersten Informationsabend gekommen sind, in Grenzen gehalten hat, davon wollen sich Christian und Vogl auf keinen Fall entmutigen lassen. "Erstens werden es sicher noch mehr werden, und zweitens ist am Anfang eine kleinere Gruppe vielleicht gar nicht so schlecht", sieht es Vogl pragmatisch.
Mit dabei waren bei diesem ersten Treffen auch Studenten der Technischen Universität Graz, die ihre Vorstellungen zum gemeinsamen Gärtnern präsentierten. Allerdings verstehen sich deren Pläne "Urban farming", "Offene Gärten" und "Gemeinsamer Garten" nur als Anregungen, umgesetzt müssen sie so nicht werden. In der Praxis soll den Teilnehmern möglichst freie Hand gelassen werden.
Grundsätzlich soll das gemeinsame Gärtnern so ablaufen, dass jeder Teilnehmer eine Fläche, etwa zehn bis 20 Quadratmeter, bekommt, die er oder sie nach eigenen Vorstellungen bepflanzen kann. Ein Euro pro Quadratmeter wird als Jahresgebühr eingehoben. Dieses Geld fließt in das Projekt: Damit wird etwas gekauft, das der Allgemeinheit zugutekommt, etwa Gartengeräte.
Eine besondere Anschaffung hat am ersten Abend Bürgermeisterin Brigitte Schwarz versprochen. Auf die leidige Schneckenplage angesprochen, hat sie zugesagt, zwei indische Laufenten zu spendieren.
FRANZ POTOTSCHNIG








