Die Brisanz beim Brüderduell
Erstes Derby der Saison: Kapfenberg fordert heute den ATSE.
EISHOCKEY. Am Papier sind die Zahlen nüchtern, die Vorzeichen klar. Wenn die Kapfenberg Bulls heute den ATSE empfangen (19 Uhr) sind die Grazer haushoher Favorit. Sie haben vier der fünf Saisonspiele gewonnen und sind Dritter, Kapfenberg mit erst einem Erfolg Zehnter.
Alles klar also. Jetzt kommen aber die Emotionen ins Spiel. Und die gibt es zuhauf. Zum einen ist da noch eine offene Rechnung, denn beim letzten Aufeinandertreffen gab es im Oberliga-Finale 2010 einen glatten 3:0-Erfolg der Grazer. Dass damals der jetzige Kapfenberg-Trainer Andreas Wanner beim ATSE hinter der Bande steht, ist nur ein Detail.
Bei den Grazern sind mit Florian Graf und Michael Mana zwei Kapfenberger Eigenbauspieler am Eis, dazu mit Franz Wilfan, Michael Pollross, Stefan Wiedmaier, Christian Widauer weitere Ex-Bullen.
Von den Kapfenbergern haben Tobias Dinhopel und Rupert Strohmeier im Vorjahr noch beim ATSE gespielt. Und für die Kooperationsspieler der 99ers ist das Duell ohnehin wie ein Grazer Derby. Noch haariger wird die Sache im Hause Wilfan: Max (20, Kapfenberg) trifft auf seinen älteren Bruder Franz (25, ATSE).
"Ich hoffe, es wird ein Duell auf Augenhöhe, und dass noch mehr Fans als gegen Feldkirch kommen", sagt Wanner. "Es wird ein schnelles Spiel." Ins Tor stellt er diesmal Robin Bauer, nachdem Oliver Zirngast beim 5:1-Sieg in Klagenfurt gespielt hatte. "Beide sind sehr gute Torhüter." Gute Nachrichten gibt es von Christian Nicolaisen: Seine Schulterverletzung ist nicht so schlimm, in vier bis sechs Wochen könnte der Norweger wieder spielen.
In der Eliteliga hat Kapfenberg II morgen ebenfalls ein brisantes Derby. Um 19 Uhr empfängt man Frohnleiten. Und da gibt es auch einige "Ex" und haufenweise Emotionen. CHRISTOPH HEIGL







