Drei steirische Generalproben
Der SK Sturm, Kapfenberg und Erstligist TSV Hartberg proben am Samstag für die Champions-League-Qualifikation und die Meisterschaft. Sturm-Coach Franco Foda hat "seinen" Kader schon gefunden.

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Nach dem Abgang von Abwehrchef Gordon Schildenfeld soll Sturm-Trainer Franco Foda etwas verärgert gewesen sein. 24 Stunden später klang der Deutsche schon wieder optimistischer. "Natürlich ist es ärgerlich, wenn man so knapp vor der Champions-League-Qualifikation einen Spieler verliert, aber wir haben mit Ferdinand Feldhofer, Thomas Burgstaller und Florian Neuhold noch drei gute Innenverteidiger. Zwei davon werden am Mittwoch gegen Videoton spielen." Zwar könne man bis Dienstag noch einen Spieler nachnennen und man ist ja auch auf der Suche nach einem Schildenfeld-Ersatz, "aber dass wir so schnell einen finden, ist nicht realistisch", ist Foda ganz Realist. Heute probt Sturm in Gleisdorf gegen Emanuel Pogatetz und Hannover 96 den Ernstfall. Das Wort Generalprobe will Foda aber partout nicht in den Mund nehmen. "Im Großen und Ganzen steht zwar meine Mannschaft, aber gegen Hannover werden noch einmal alle Spieler zum Einsatz kommen und alle haben noch einmal die Möglichkeit, sich zu empfehlen." Test-Stürmer Darko Bodul wird nicht dabei sein. "Er hat von uns ein Angebot, jetzt liegt es an ihm", stellt Foda, der derzeit auch als Sportdirektor agiert, klar.
Drei Neue haben gute Karten beim KSV
Sechs bis sieben Positionen hat Kapfenberg-Trainer Werner Gregoritsch zwar schon "im Kopf", aber selbst da kann sich bis zum Liga-Start am kommenden Samstag zu Hause gegen Wacker Innsbruck noch einiges ändern. "Ich entscheide oft spontan nach dem Abschlusstraining, wer spielt", lässt sich Gregoritsch nicht in die Karten blicken. Heute gegen Amkar Perm laufen quasi alle noch einmal auf Engagement. Von den Neuen haben laut Trainer Michal Ordos, Danijel Micic und David Harrer "ganz gute Karten für einen Platz in der Startelf". Die anderen brauchen noch eine gewisse Zeit. Nach dem Abgang von Deni Alar ist auch die Position des Torjägers vakant. In diese sollen Trainer-Sohn Michael Gregoritsch, Neo-Stürmer Marc Sand und Didi Elsneg schlüpfen. Und Srdjan Pavlov ist ja auch noch da. Der Langzeitverletzte soll bereits in zwei bis drei Wochen so weit sein, dass er wieder spielen kann. Dass auch David Sencar (Bruch des Schienbeinkopfes) und Ralph Spirk (Muskelfaserriss) noch ein paar Wochen ausfallen, schmerzt Gregoritsch zwar, aber an seinen Saisonzielen ändern die Ausfälle nichts. "Der Klassenerhalt ist das erste Ziel und dann will ich die 40-Punkte-Marke knacken."
TSV: Einigung mit Atan
Und dann hat es doch noch geklappt: Nach tagelangen Verhandlungen haben sich der TSV Hartberg und Cem Atan auf einen Einjahresvertrag geeinigt. Der extrovertierte Ex-Nationalspieler kommt vom LASK zu den Oststeirern, für die er auch schon 2005/06 eine erfolgreiche Saison absolviert hat. Heute testet der einzige verbliebene steirische Teilnehmer in der Ersten Liga anlässlich der Stadioneröffnung in Unterrohr gegen den burgenländischen Landesligaklub Stegersbach. Am Dienstag startet dann der Klub unter Neo-Coach Kurt Garger ("Warum sollen wir nicht Vierter werden?") bei Aufsteiger Blau-Weiß Linz in die neue Saison (18.30 Uhr). Bisher gefiel in den Testspielen vor allem die Offensiv-Achse zwischen Neo-Legionär David Kobylik und Stürmer Marco Schober.








