Es bleibt beim Dreikampf

Foto © GEPAHeribert Weber
LASK - Sturm. Gewonnen! Wie? Durch individuelle Klasse. Muratovic stand wieder einmal goldrichtig und Kienast machte endgültig den Sack zu. Sein großartiger Halbvolley-Schuss riss alle von den Sitzen. Die Defensive stand gut, trotzdem gab es beim Stand von 1:0 einige Nachlässigkeiten in Sturms Abwehr, die bessere Gegner zu nützen wissen. Aufgepasst: Kleine Unkonzentriertheiten können große Auswirkungen haben und sind in den letzten zwei Runden verboten.
Austria - Innsbruck. Stankovic verletzt, Junuzovic und Barazite gesperrt auf der Tribüne: Es wunderte niemanden, dass der Austria die zündenden Ideen fehlten. Optisch klar überlegen, konnten die Violetten die Menschenmauer der Innsbrucker nur einmal überwinden. Jun schoss das Siegestor. Ein Zittersieg der Wiener, die Tiroler blieben bis zur letzten Sekunde gefährlich.
Kapfenberg - Wiener Neustadt. Schade, dass beide Mannschaften nicht mehr Mut gezeigt haben. In einer Phase der Meisterschaft, wo für beide Teams die spielerische Komponente im Vordergrund stehen sollte, ging alles daneben. Ich frage mich immer öfter, ob solche Spiele zur Tageskost im österreichischen Spitzenfußball gehören müssen. Zerstören war Trumpf, meist nur hohe Bälle, die schneebedeckt ihr Ziel verfehlten. Ach ja, Wiener Neustadt hat gewonnen. Irgendwie, durch das erste Bundesliga-Tor von Thomas Helly.
Ried - Rapid. Ein Sieg in Ried war die letzte Chance für Rapid, nächste Saison international zu spielen. Die Grün-Weißen glaubten selbst am wenigsten daran. Den Wienern das Bemühen abzusprechen, wäre unfair. Aber sie probierten es lange Zeit mit untauglichen Mitteln. Ganz anders die Rieder: defensiv stark, schlitzohrig und kaltschnäuzig im Verwerten von Torchancen. Als die Rapidler aufwachten, war es zu spät. Wie so oft in dieser Saison.
Ried - Salzburg. Das Glück hat bekanntlich der Tüchtige. Nicht so in Mattersburg, wo Salzburg gewann. Die Burgenländer hielten die Bullen lange Zeit in Schach, gingen beherzt in die Zweikämpfe und kamen in der zweiten Hälfte zu hochkarätigen Chancen. Sie vermurksten alle und wurden bitter bestraft. Sekunden vor Schluss verwandelte Wallner einen Elfmeter für die Salzburger, die meilenweit von einer meisterlichen Darbietung entfernt waren. Egal, es zählen die drei Punkte. Salzburg mischt weiter mit im Dreikampf um den Titel.








