Der Atomphysiker wird für frischen Wind sorgen
Ante Perica setzt in Kapfenberg auf Kontinuität. Kügerl wird wieder fit, Lanegger will weg, die Amerikaner könnten bleiben.
BASKETBALL. Wenn Ante Perica in Kapfenberg in die Fußstapfen von Michael Schrittwieser tritt (siehe Artikel links), ist es nicht respektlos, zu sagen, der Kroate wird sie locker ausfüllen. Perica ist 2,08 Meter groß und damit gut eine Kleidergröße höher einzustufen als Schrittwieser (1,72 Meter).
Große Stücke hält nicht nur Schrittwieser selbst auf seinen Nachfolger, sondern auch Bulls-Chef Karl Thaller, der den Neo-Trainer als absoluten Wunschkandidaten bezeichnete. "Er ist der einzige, der uns eingefallen ist, der die Arbeit von Michi fortsetzen kann", sagte Thaller. "Perica wird für frischen Wind im Verein sorgen." Der 40-jährige Perica, im Zivilberuf Atomphysiker (!), erhielt einen Vertrag für zwei Jahre mit Option auf weitere zwei Jahre. "Das soll ein langfristiges Projekt werden."
Schrittwieser prägte 18 Jahre lang mit seinem Stil das Auftreten und die Taktik der Kapfenberger. Perica setzt auf Kontinuität: "Wenn man die Spieler beisammen hat und sich die Chemie entwickelt, entwickelt sich auch der Stil. Ich mag eine Balance aus Defense und Offense und schätze es, wenn eine Mannschaft blitzschnell den Rhythmus ändert. Der Schlüssel ist eine starke Defensive." Schrittwiesers langjähriger kongenialer Co-Trainer Midhat Kamenica wird auch Perica die Treue halten.
Wenig Änderungen?
Der Kader soll so wenig wie möglich verändert werden, wünscht Perica, sämtliche Amerikaner bleiben ein Thema. Moritz Lanegger will den Sprung ins Ausland schaffen. "Mit ihm planen wir vorerst nicht", sagt Perica. Schlüsselspieler Heinz Kügerl sollte bis zum Trainingsstart (individuell ab Juni, offiziell ab 1. August) wieder komplett einsatzfähig sein. CHRISTOPH HEIGL







