Der Stich des Edel-Jokers: Haas kam, sah und traf
Superjoker Mario Haas schoss die Grazer zum 1:0-Sieg über Ried auf den zweiten Tabellenplatz. Am Mittwoch gastieren die "Schwarzen" bei Spitzenreiter Austria.

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E xakt 205 Sekunden war Mario Haas im Spiel, als er mit seinem wuchtigen Schuss den SK Sturm zum 1:0-Sieg über Ried und auf Platz zwei in der Tabelle geschossen hat. Der schwarz-weiße Patriot (Haas: "Ich lebe für Sturm") hat wieder zugeschlagen. Das Titelrennen bleibt spannend und findet am Mittwoch in Wien seinen Höhepunkt, wenn die Grazer bei Spitzenreiter Austria gastieren. Trotz seines persönlichen Erfolgs wird Mario Haas im Horr-Stadion wieder nicht in Sturms Anfangsformation stehen. "Kein Problem, ich kann mit der Jokerrolle sehr gut leben", sagt Haas. Der Trainer habe eine Taktik, diese ist zu akzeptieren und wird von den Spielern so gut wie möglich umgesetzt, sagt der "Bomber".
Haas und sein Geheimnis
Haas macht alles, um mit seinen 36 Jahren weiterhin so vital und spritzig zu bleiben. Ein kleines Geheimnis hat er nach dem Ried-Spiel preisgegeben. Er trägt einen sogenannten "Mouthguard". Das ist eine Zahnschiene, die verhindert, dass das Kiefer komplett schließt. Dadurch fällt das Atmen leichter. Ordentlich schnaufen musste auch Imre Szabics, als er für Haas Platz machte. Bis zur 64. Minute rackerte der Ungar im Angriff und meinte nach dem Spiel: "Ich freue mich für den Mario. Für ihn laufe ich die gegnerische Abwehr sehr gerne müde." Szabics sprach weiter von einem verdienten Sieg, weil Sturm die Rieder dominiert hätte.
Am Sonntag im Stadion in Liebenau eine bessere Mannschaft auszumachen, war schwierig. Fakt ist, dass das Niveau der Begegnung mit dem Prädikat "mäßig" wohl überbewertet ist. Die Mannschaften neutralisierten sich, weil Ried wenig fürs Spiel machte und Sturm trotz Bemühungen nicht die spielerischen Mittel gefunden hat. Was im Jubel um den Sieg und Mario Haas untergegangen ist: Ferdinand Feldhofer (Magen-Darm-Virus) und Christian Gratzei (Rückenprobleme) fielen vor dem Spiel aus. Im Mittelfeld kam Christian Klem für Mario Kienzl zum Einsatz und löste seine Aufgabe gut. Unnötig war die Gelbe Karte für Manuel Weber in der Nachspielzeit. Er "steht" am Mittwoch im Spiel gegen die Wiener Austria.
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Nachtrag Gelbe Karte
Manuel Weber (Sturm Graz) hat in der Nachspielzeit noch die Gelbe Karte gesehen und ist daher im Topspiel der 23. Runde am Mittwoch gegen die Austria nach seiner fünften Gelben Karte gesperrt.
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Ergebnis:
Fußball-tipp3-Bundesliga (22. Runde):
SK Puntigamer Sturm Graz - SV Josko Ried Endstand 1:0 (0:0)
Graz, UPC-Arena, 8.131 Zuschauer, SR Einwaller
Tor: 1:0 (67.) Haas
Sturm Graz: Cavlina - Standfest, Schildenfeld, Burgstaller, Perthel
- Weber - P. Wolf (90. Ehrenreich), Klem, Salmutter, Hölzl (78.
Kienzl) - Szabics (64. Haas)
Ried: Hesl - Stocklasa, Glasner, Prettenthaler - Brenner, Mader,
Schrammel - Lexa (69. Nacho), Carril (81. Hadzic), Royer - Guillem
(67. Hammerer)
Gelbe Karten: Haas bzw. Mader
Die Besten: Salmutter, Haas bzw. Lexa, Brenner








