"Mein persönlicher K 2"
Der Kapfenberger Helmut Linzbichler ist der älteste Europäer, der auf dem Everest war. Darüber und über weitere Gipfel spricht er am 13. Oktober um 19 Uhr im Festsaal Schirmitzbühel.

Foto © PrivatHelmut Linzbichler
Es ist wie verhext. Da führt Pasang Sherpa im Jahr 2008 den Kapfenberger Extremsportler Helmut Linzbichler als ältesten Europäer auf den Mount Everest, aber der Großglockner bleibt den beiden verwehrt. "Das Wetter war immer zu schlecht, der Glockner ist mein persönlicher K 2", lacht Linzbichler in Anspielung auf das mehrmalige Scheitern der österreichischen Bergsteigerin Gerlinde Kaltenbrunner am zweithöchsten Berg der Welt.
Der Großglockner sollte das Dankeschön für Pasang werden, "denn ohne ihn hätte ich den Everest nicht geschafft", gibt der Kapfenberger zu. Bis zum Südsattel habe er keine Probleme gehabt, sagt Linzbichler, dann kamen Krämpfe in den Adduktoren. Dadurch ging Zeit und Flaschensauerstoff verloren. Beides brauchte er zur Erholung.
Am Rückweg vom Gipfel fühlte der damals 67-Jährige plötzlich eine "Klammer". "Da wusste ich, ich habe keinen Sauerstoff mehr." Pasang stieg vor, zeigte Linzbichler die Tritte und brachte ihn ins Lager zurück. Dieses Erlebnis ist auch Inhalt des Vortrags "Seven Summits" von Linzichler am 13. Oktober um 19 Uhr im Festsaal Kapfenberg-Schirmitzbühel.
Nun war Pasang bereits das zweite Mal bei Linzbichler. Nach Österreich ist er durch die Nepalhilfe von Wolfgang Nairz - gemeinsam mit Robert Schauer und Horst Bergmann der erste Österreicher am Everest - gekommen und hat im Gasthof Hanneburger im Tiroler Wattental gearbeitet. Dass er Österreichs höchsten Berg noch immer nicht erklommen hat, nimmt Pasang mit asiatischer Gelassenheit: "Der Berg ist nächstes Jahr auch noch da."







