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Zuletzt aktualisiert: 22.09.2010 um 05:58 UhrKommentare

Aug' in Aug' mit Wacker Innsbruck

In Kapfenberg ist am Mittwoch Ligasensation und Tabellenerster Wacker Innsbruck zu Gast. Was haben die Tiroler als Aufsteiger besser gemacht als die Falken?

Wacker im Visier der Falken

Foto © GEPAWacker im Visier der Falken

Mit großen Vorschusslorbeeren kommen die Innsbrucker am Mittwoch nach Kapfenberg (Anpfiff, 20.30 Uhr). Weniger, weil ihnen Shakira die WM-Hymne gewidmet haben soll ("Waka, Waka"), sondern weil die Tiroler derzeit das Nonplusultra sind: die meisten Tore geschossen, die wenigsten erhalten, noch ohne Niederlage.

Und so ist es auch zu verstehen, dass KSV-Trainer Werner Gregoritsch für seine Verhältnisse sehr oft das Wort "sensationell" über die Lippen rutscht, wenn er vom Gegner spricht. "Hut ab vor Innsbruck! Und Gratulation an meinen Trainerkollegen, was dort entsteht."

Gibt es da Ähnlichkeiten zum "Aufstiegswunder von Kapfenberg"? "Nein", findet Gregoritsch. "Innsbruck ist ein Traditionsverein mit Top-Stadion und Top-Infrastruktur. Mir war klar, dass sie mit 15.000 Fans im Rücken eine gute Rolle spielen werden. Wir sind froh, wenn wir auf 5000 kommen." Aufs Erreichte ist man auch beim KSV stolz, gegen Innsbruck sei man aber nur ein "Armenviertel". "Im Aufstiegsjahr sind nur Fußballer zu uns gekommen, die sonst keiner wollte. Innsbruck als Traditionsverein steht für glorreiche Zeiten und Europacup. Da tut man sich am Transfermarkt leichter. Unser Weg war beschwerlicher. Dass wir jetzt im dritten Jahr mit Mavric erstmals einen ausländischen Nationalspieler im Kader haben, ist einer unserer kleinen Erfolge."

Die Prognose

Innsbruck als Meister? Das halten Experten für unmöglich. Gregoritsch: "Das 4:0 gegen Rapid war die Initialzündung. Derzeit spielen sie 100 Prozent. Man wird aber sehen, wie sie den Ausfall von Schlüsselspielern verkraften und ob sie 18 gleichwertige Kaderspieler haben." Laut einer Statistik der "Sportwoche" ist Innsbruck bei einem Punktegewinn in Kapfenberg der beste Aufsteiger seit 1974. Zudem ist der Tabellenführer nach sieben Runden später oft Meister geworden, seit 1995 aber immer unter den Top 4 und im Europacup gelandet.

"Innsbruck hat mit dem Spanier Bea, mit Prokopic und Schreter höchstes Niveau", weiß der Falkencoach. "Wir schauen aber sicher nicht mit offenem Mund zu und sagen: Holt's euch ruhig die Punkte. Wir haben unsere Möglichkeiten. Ich freue mich sehr auf die Partie."

CHRISTOPH HEIGL

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