Ärger über Einladungen
Ein Kapfenberger ärgert sich über adressierte Gesprächseinladungen der SPÖ. Die SPÖ betont, dass man ganze Stadtteile angeschrieben hat.
Woher weiß die SPÖ, dass meine weit über 80-jährige Mutter bei der Gemeinderatswahl nicht gewählt hat?" Das fragt sich ein Kapfenberger und zeigt einen Brief der SPÖ, mit dem die alte Dame unter dem Titel "Red ma miteinand!" von Bezirksparteiobmann und Landeshauptmannstellvertreter Siegfried Schrittwieser zu einem "Vor-Ort-Gespräch" eingeladen wurde.
Diese Einladung fand der Sohn bei der Mutter und vermutet, dass hier gezielt die Nichtwähler angesprochen werden. Schließlich war das Schreiben namentlich adressiert, und es ist darin zu lesen, dass im Mürzbogen viele Wählerinnen und Wähler "nicht von ihrem Wahlrecht gebrauch gemacht oder der SPÖ nicht ihre Stimme geschenkt" haben. Dies wolle man gemeinsam bereden.
Der Brucker SPÖ-Bezirkssekretär Hans Straßegger weist den Vorwurf zurück, gezielt Nichtwähler angeschrieben zu haben: "Wir haben in je drei Wahlsprengeln in Bruck und Kapfenberg, in denen wir zuletzt schlecht gelegen sind, alle Wahlberechtigten angeschrieben." Das Wählerverzeichnis habe schließlich jede Partei, und es wurden bei dieser Aktion rund 2000 Wahlberechtigte eingeladen.
Wer zuletzt gewählt und wer nicht gewählt habe, "das wissen wir natürlich nicht", so Straßegger weiter. Es sei dem Bezirksvorsitzenden eben ein Anliegen gewesen zu erfahren, wo der Schuh drückt und wie man die Wähler wieder zurückgewinnen könne.
Die Treffen haben übrigens schon stattgefunden und sind laut Straßegger "durchaus aufschlussreich" gewesen.








