Nach Verbot ist Djuric heiß
Aleksandar Djuric kehrt in die ABL zurück. Aber nicht etwa zu Ex-Klub Kapfenberg, sondern zu den Güssing Knights.
Wie ist es zum Engagement bei Güssing gekommen?
ALEKSANDAR DJURIC: Es war eine spontane Entscheidung. Ich habe mich mit Güssing-Coach Robert Langer unterhalten und nach einem Probetraining hat es gleich gepasst. Seit zwei Wochen trainiere ich nun hier und habe von der Mannschaft bislang nur Positives bemerkt.
Stand Ihr Ex-Klub Kapfenberg nicht zur Diskussion?
DJURIC: Ich habe einen Deal mit Präsident Karl Thaller gehabt. Kurz bevor das mit Güssing zustande kam, haben sich die Bulls aus finanziellen Gründen gegen mich entschieden. Ich bin etwas enttäuscht, schließlich ist Kapfenberg mein Heimatverein, mit dem ich drei Titel gewonnen habe. Ich weiß nicht, was ausschlaggebend war, ums Geld ist es mir nicht gegangen. Ich möchte aber nicht mehr darüber nachdenken.
Nach der Zeit in Kapfenberg haben Sie auf höchstem internationalem Niveau gespielt...
DJURIC: Ich war bei Roter Stern Belgrad, in Bonn, kurz in Griechenland und vier Jahre in der Ukraine. Die größte Herausforderung davon war sicher Belgrad, das Niveau war sehr hoch. Wir haben auf Euroleague-Level gespielt und in der starken Adria League. Jedes Training war ein Kampf um einen Platz in der Mannschaft.
Die harte Beanspruchung bei Topteams hat Sie zu einer langen Pause gezwungen...
DJURIC: Ich war kurz vor einem Burn-Out-Syndrom, dazu kam eine kleine Depression. Der Druck auf meinen Körper war einfach zu groß. Mein Arzt hat mir fünf Monate Basketballverbot erteilt. Danach wollte ich es in Zypern probieren, das war ein Fehler. Das eine Jahr Pause, das ich danach eingelegt habe, spüre ich noch, aber ich bin mental wieder frisch und werde mit jedem Training beweglicher und schneller. Da kommt es mir entgegen, dass Güssing ein Familienbetrieb ist. Jeder Tag hier hilft mir.
Welche Ziele haben Sie mit den Knights?
DJURIC: Ich möchte dem Team mit meiner Erfahrung helfen. Es geht mir darum, dazu beizutragen, dass sich die jungen Spieler entwickeln und Fortschritte machen. Wenn das gelingt, ist heuer der Sprung in das Play-off möglich.
Gibt es schon Pläne für die Zeit nach Güssing?
DJURIC: Soweit denke ich noch nicht. Ich möchte eine normale Saison spielen, dann bekomme ich bessere Angebote aus dem Ausland als derzeit. Mein Ziel ist es auch, die Trainerlizenz zu machen und vielleicht diesen Weg einzuschlagen. INTERVIEW: CHRISTOPH BLEYMAIER








