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Zuletzt aktualisiert: 27.10.2009 um 21:20 UhrKommentare

Banane erhöht Liendls Chancen

Kapfenberg muss am Mittwoch beim Heimspiel gegen Austria Wien die Stammelf umkrempeln. Für Ex-Falke Michael Liendl gibt es ein Wiedersehen.

Michael Liendl: früher und jetzt

Foto © GEPA/Montage: Kleine Zeitung DIGITALMichael Liendl: früher und jetzt

Eine Banane zum Geburtstag: Mit einem sehenswerten Freistoß zirkelte Michael Liendl an seinem 24. Geburtstag den Ball zum 3:0 ins Kreuzeck des Lask-Tores und festigte damit am Sonntag den Platz der Wiener an der Spitze. Liendl war zum Zeitpunkt seines ersten Austria-Treffers erst vier Minuten am Platz.

Und jetzt grübelt er, wie viele Minuten er spielt, wenn er erstmals nach Kapfenberg zurück kommt. Dorthin, wo er fünfeinhalb Jahre lang eine tragende Rolle spielte. Von einigen Tiefs (wie "Strafeinsätzen" in der Oberliga) kämpfte sich der Linksfuß 2008 zum großen Hoch, dem Aufstieg. Für ihn gab es den Titel "Red-Zac-Spieler des Jahres" für 18 Tore und dutzende Assists. Doch für den gebürtigen Vorarlberger blieb sein Ruf als "ewiges Talent" eine Bürde. Im ersten Bundesliga-Jahr schaffte er zwar fünf Treffer, aber nicht den Sprung zum unersetzbaren Regisseur. Im Sommer wechselte er zur Austria. "Dass es dort nicht leicht wird, habe ich gewusst, ich bereue es trotzdem nicht. Dieses Tor war ein kleiner Schritt. Es zeigt einigen Leuten, dass ich noch da bin", sagt Liendl, der es zu vier Liga-Einsätzen (118 Minuten) und einem 60-Minuten-Auftritt in Bilbao brachte.

Große Konkurrenz

Weil er auf seiner Position mit Austria-Star Milenko Acimovic die denkbar größte Konkurrenz hat, braucht er Geduld. "Solange wir gewinnen, macht der Trainer alles richtig. Acimovic ist bei uns nicht wegzudenken, aber ich werde meine Chance kriegen. Ich hoffe, dass ich wieder eingewechselt werde." Wie beurteilt er die Saison seines Ex-Teams? "Ehrlich gesagt habe ich sie stärker erwartet. Sie haben die Qualität, weiter vorne mitzuspielen."

Beim KSV fehlt nach Gelb-Rot der beste Mann: Milan Fukal. "Wir haben versucht, die Sperre zu verhindern", erzählt KSV-Boss Erwin Fuchs, " aber im Nachhinein geht das nur bei schweren Fouls, die der Schiri übersieht, nicht bei ,Schwalben'." Weil auch Andreas Rauscher (Innenbandeinriss, Herbst wohl vorbei) ausfällt, wird umgebaut: Majstorovic und Schönberger hinten, vielleicht auch eine Dreierkette mit Gansterer. Fuchs hofft jedenfalls auf eine Überraschung: "Kärnten hat die Austria 2:1 geschlagen. Wieso soll uns das nicht gelingen?" Der letzte Heimsieg gelang im Jahr 1957. . .

CHRISTOPH HEIGL

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