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Zuletzt aktualisiert: 24.10.2009 um 15:35 UhrKommentare

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Der Abstiegskampf von Austria Kärnten ereicht heute mit dem Gastspiel von Kapfenberg einen ersten Höhepunkt. Präsident Canori droht derweil weiter mit dem "Aus".

Frenkie Schinkels

Foto © GEPAFrenkie Schinkels

Es sind zwei Welten in einem Fußball-Reich, aber eine Grenze kann nicht gezogen werden. Auf sportpolitischer Ebene wird Austria Kärnten wieder zum Spielball zwischen den Fronten, und auch in rein sportlicher Angelegenheit kämpft der Klub ums Überleben in der Bundesliga, heute ganz akut im Kellerduell gegen Kapfenberg.

Neustart

Frenkie Schinkels ist gereizt. Kritische Bemerkungen oder gar Anspielungen auf den dürren Punktevorrat behagen dem Trainer des SK Austria gar nicht. Auch Hinweise auf seine möglicherweise nicht ideale Einkaufspolitik (Schembri, Zivny, etc.) versucht der Coach, abprallen zu lassen. "Das geht auf meine Kappe", sagt er, verweist aber notorisch darauf, dass aufgrund der zahllosen Abgänge ein Neustart nötig gewesen sei. Daher sieht er auch keine Veranlassung für einen persönlichen Rückzieher. "Für mich ist es kein Schicksalsspiel", meint Schinkels zur Partie, in der sich seine Mannschaft von der Last des Schlusslichts befreien kann. Spielerisch habe sein Team mehr Potenzial als jenes der Kapfenberger und grundsätzlich gibt er sich überzeugt vom Erhalt der Erstklassigkeit. " Diese Mannschaft steigt nicht ab." Seine Spieler hätten jetzt begriffen, worum es geht. "Anfangs hat bei manchen der unbedingte Wille gefehlt, nicht zu verlieren."

Abseits vom fußballerischen Überlebenskampf geht der Zweikampf zwischen dem Präsidenten und dem Landeshauptmann in die nächste Runde. Gerhard Dörfler sieht sich "außerstande, die Infrastrukturkosten weiter zu tragen. Bei manchen scheint die Krise noch nicht angekommen zu sein." Für Mario Canori ist dies Grund genug, neuerlich vom möglichen Aus zu sprechen. "Entweder gibt es eine politische Mehrheit jenseits vom BZÖ oder wir finden doch einen Sponsor für das Stadion." Andernfalls könne er keinen Lizenzantrag mehr stellen. Einen Konkurrenten um das Präsidentenamt braucht Canori indes nicht fürchten, wie er meint. "Ich habe gehört, der Landeshauptmann hat einen Kandidaten mit dem Geldkoffer", hatte der Klubchef erklärt. Dörfler dementierte dies gegenüber der Kleinen Zeitung. "Ich habe keinen." Der LH stellte auch in Abrede, sein Büro würde, wie Canori sagte, Gratiskarten ordern. "Das stimmt nicht. Ich habe eine Einladung, aber wenn es heißt, ich bin ein Schnorrer, komme ich nicht."

HUBERT GIGLER

Stellungnahme Bürgermeister Scheider:

"Wir haben für nächste Woche ein Gespräch mit dem Vorstand vereinbart, wo alle Probleme auf den Tisch sollen. Den Gesprächspartnern schon vorher die Forderungen über die Medien ausrichten zu lassen und Attacken zu reiten, ist wohl kaum förderlich für ein gutes Gesprächsklima."

"Klagenfurt wird den Verein im Rahmen der Möglichkeiten weiter unterstützen, aber in Krisenzeiten ist der SK Austria gefordert, sich auch selbst intensiv um Sponsoren zu kümmern."

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