Grazerin hilft bei Suche nach Erdbeben-Opfern
Sandra Schwab (44) und ihr Schäferhund "Dream" flogen am Donnerstag mit einem internationalen Team nach Sumatra. Weitere Helfer aus Österreich im Anflug.

Foto © Stadtfeuerwehr KapfenbergSandra Schwab mit ihrem Hund "Dream"
Donnerstagvormittag erreichte Sandra Schwab der Anruf im Büro. "Kannst du fliegen?", fragte sie Harald Winkler, Leiter des Rettungshundestaffel der Kapfenberger Stadtfeuerwehr. Kurze Nachfrage beim Chef fünf Minuten später hatte die 44-jährige Mitarbeiterin der Gebietskrankenkasse schon zugesagt. Und saß um 17.30 Uhr bereits im Flieger Richtung Sumatra. Mit an Bord: "Dream", ihr sechsjähriger holländischer Schäferhund. Zusammen mit drei weiteren österreichischen sowie ungarischen und slowenischen Hundeführern flog die 44-jährige Grazerin von Budapest aus ins Erdbebengebiet, um dort unter den Trümmern nach Überlebenden zu suchen.
Für "Dream" und ihr Frauchen ist es der erste Katastropheneinsatz im Ausland, die beiden kamen auch eher zu fällig zum Zug. "Ich habe mich wegen einer Anfrage des Bundesheeres bereitgehalten, das wurde dann aber zurückgezogen", sagt Winkler. Vier Teams stehen ihm für den schnellen Einsatz bei Katastrophen zur Verfügung, zuletzt hat im Jahr 2003 Winkler selbst beim Erdbeben im Iran geholfen. "Dort waren die Häuser alle aus Lehm, in Sumatra ist die Bausubstanz doch um einiges besser", hofft der Obersteirer auf zahlreiche Lebendbergungen seiner Kameradin und deren vierbeinigem Helfer. Davon wird auch die Dauer des Einsatzes abhängen, im Schnitt wird aber vier bis fünf Tage lang nach Überlebenden gesucht.
Neben den Rettungshundeteams fliegen aus Österreich noch jeweils ein Mitarbeiter der Caritas, der Diakonie und des Roten Kreuzes nach Sumatra.








