Arbeitssieg der Hütteldorfer gegen den KSV
Der SK Rapid feierte in Kapfenberg seinen 1500. Sieg in der Bundesliga. Die Obersteirer hielten das Spiel über weite Strecken offen, die Entscheidung fiel in der "Rapid-Viertelstunde".

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Die Schluss-Viertelstunde hatte eben erst begonnen, die bengalischen Feuer im Gästesektor waren noch nicht ganz verraucht. Da zeigte sich, warum bei den Rapid-Spielen die letzten 15 Minuten besonders gefährlich sind. Mit zwei Gewaltschüssen verhinderte Andreas Dober ein Remis und sicherte seinen Hütteldorfern alle drei Punkte. Mit dem ersten Hammer traf der Wiener Kapfenberg-Kapitän Milan Fukal im Gesicht, der ging an der Strafraumgrenze zu Boden, und Dober zog noch einmal ab. Diesmal passte der Ball genau ins Eck - 0:1, das wars.
Die beste Chance
In den 77. Minuten davor hatte Kapfenberg als krasser Außenseiter das Spiel durchaus offen gehalten. Rapid machte das Spiel, hatte das Leder fast ständig in den eigenen Reihen - aber der KSV kam zu Chancen. Deni Alar scheiterte mit der ersten Topchance an Helge Payer (9.), Andreas Rauscher setzte einen Kopfball knapp über die Latte (10.). Als sich die Obersteirer dann zu weit in die eigene Hälfte drängen ließen, wurde auch Rapid brandgefährlich, Steffen Hofmann (30.) und Veli Kavlak (38.) fanden allerdings in KSV-Keeper Raphael Wolf ihren Meister.
Zu Beginn der zweiten Hälfte hätte es dann mit dem 1:0 klappen müssen. Alar setzte sich durch, seinen Stanglpass brachte Markus Scharrer aus kurzer Distanz aber nicht im Tor unter. Scharrer fand auch danach nie richtig ins Spiel und war neben Marek Heinz eine der Enttäuschungen im Offensivspiel der Falken. Kurios, dass dennoch auch Heinz sein Tor machen hätte können, einen tollen Freistoß des Tschechen fischte Payer aber aus der Ecke (66.).
Der Angstgegner
Was bleibt? Auch wenn die Hütteldorfer das Spiel immer in der Hand hatten, Kapfenberg muss sich für die Leistung vor nur 5000 Fans (davon 2000 Rapidler) nicht schämen und hätte sich von den Chancen her einen Punkt gegen Rapid verdient. So feierte aber der Rekordmeister mit etwas Glück seinen 1500. Bundesligasieg und bleibt weiter der Angstgegner der Kapfenberger. Nach den vier Siegen im Vorjahr geht es heuer in derselben Tonart weiter. Die Statistik liefert dem KSV aber auch Tröstliches: Im Schnitt hat Rapid den Kapfenbergern in den bisherigen 26 Duellen fast vier Tore geschossen. Diesmal nur eines. Das war aber auch kein Trost.
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Ergebnis
Kapfenberger SV - SK Rapid Endstand 0:1 (0:0).
Franz-Fekete-Stadion, 6.250, SR Schörgenhofer.
Tor:
0:1 (77.) Dober
Kapfenberg: Wolf - Gansterer, Rauscher, Fukal, Osoinik - Schmid (64. Kozelsky), Scharrer, Majstorovic, Sencar (85. Hüttenbrenner) - Heinz (76. Felfernig) – Alar
Rapid: Payer - Dober, Eder, Soma, Katzer - Kavlak (63. Drazan),
Heikkinen, Hofmann, Pehlivan, Boskovic (54. Salihi) – Jelavic
Gelbe Karten: Osoinik bzw. Jelavic, Katzer
Die Besten: Wolf, Rauscher, Scharrer bzw. Hofmann, Pehlivan, Katzer









