Ernüchterung für die Steirer
Oberschiedsrichter befand das Material des Grazers für unerlaubt, Gardos und Liu siegten.

Foto © GEPAChristoph Simoner
Weltklasse-Tischtennis gab es bei den Staatsmeisterschaften in Judenburg zu sehen. Das Herren-Finale zwischen der aktuellen Nummer 25 der Weltrangliste, Chen Weixing, und der Nummer 32 Robert Gardos erbrachte Super-Ballwechsel auf höchstem Niveau. Der Spanien-Legionär Gardos, der extra für diese Titelkämpfe angereist war, setzte sich gegen seinen Nationalteam-Kollegen schließlich mit 4:1 Sätzen durch und feierte seinen ersten Staatsmeistertitel im Einzel. Doppelt erfolgreich war der 30-Jährige, zumal er mit seinem Bruder Kristian auch das Herren-Doppel gewann.
Jubiläum. Für den steirischen Tischtennisverband gab es an diesem Wochenende nur das 80-Jahr-Jubiläum zu feiern. Sämtliche Medaillen gingen an andere Bundesländer. Die einzigen Medaillen einer Steirerin gewann die für Linz spielende St. Lambrechterin Martina Petzner, die mit Liu Jia (drefache Siegerin) das Damen-Doppel gewann und mit Feng Xiaoquan Mixed-Silber holte.
Schläger. Christoph Simoner schaffte drei Viertelfinal-Einzüge und hatte auch mit der Auslosung Pech. Im Einzel scheiterte er am späteren Sieger Gardos mit 1:4. Auffallend: Simoner war einer von mehreren Spielern, denen der Schläger abgenommen wurde, weil die Beläge dicker als erlaubt waren. Auch mit dem (erlaubten) Ersatzschläger spielte der Grazer aber ansehnlich. "Der ist mindestens 30 Prozent langsamer", sagte Simoner.
Starke Leistung. Hoffnung machte der steirische Nachwuchs im U15-Top-10: Bei den Mädchen siegte Nicole Galitschitsch (Bruck), bei den Burschen wurden die Kapfenberger David Vorcnik und Patrick Windisch Zweiter und Dritter.







