KSV: Der baumlange Pavlov muss am Boden bleiben
Neo-KSV-Angreifer Srdjan Pavlov ist von der Regional- in die Bundesliga gestürmt.

Foto © GEPASrdjan Pavlov
Die Begrüßung im Trainingslager der Kapfenberger war kurz, aber herzlich. "Ich werde dich nicht Srdjan nennen", meinte Werner Gregoritsch, "weil wenn ich diesen Namen schreien muss, breche ich mir die Zunge. Bei mir heißt du Pavo, okay?" Srdjan Pavlov lachte und es war okay. Schon in Leoben hat man ihn "Pavo" gerufen. "Nur in Köflach hatte ich einen anderen Spitznamen, Coach Grujic hat mich dort immer "Baier" genannt." Sagt Pavo und lacht wieder.
Erste Station. Köflach war Pavlovs erste Station in Österreich. Dort hat der baumlange Serbe in zwei Regionalliga-Saisonen 30 Tore gemacht. Im Sommer 2008 brachte ihm das einen Transfer zum DSV ein, wo er im Herbst fünf Liga-Treffer und ein Cup-Tor erzielte. Nach dem Finanz-Crash kam er in Kapfenberg unter. "Das ging schnell. Am Sonntag habe ich mit meinem Manager gesprochen und am Montag war ich schon bei den Lactat-Tests in Kapfenberg. Ich bin 25, das ist meine große Chance."
Große Augen.
Bei den ersten Tests im Trainingslager im türkischen Belek haben die Kapfenberger große Augen gemacht: ein Tor gegen Baki FK, gleich drei gegen den FC Shinnik. Dass der sehr athletische Stürmer auf 1,93 Meter Beweglichkeit, Zweikampfstärke und Torgefährlichkeit derart gut kombiniert, haben sie wohl nicht erwartet. "Bei uns kann er ein Großer werden", glaubt Gregoritsch. "Jetzt muss er nur am Boden bleiben." Am Freitag absolviert KSV übrigens den letzten Test in Belek, es geht gegen den russischen Klub Rubin Kasan.







