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Zuletzt aktualisiert: 21.01.2009 um 19:53 UhrKommentare

"Wenn die Welt verändert wird, gibt's kein Training"

Kapfenbergs Wayne Arnold und Jeremy Fears blicken zu Barack Obama auf.

Wayne Arnold: "Es war ein historischer Moment"

Foto © GEPAWayne Arnold: "Es war ein historischer Moment"

Er ist zweifacher Familienvater, Basketballer aus Leidenschaft und der mächtigste Mann der Welt: Barack Obama. Der 47-jährige US-Präsident ist außerdem einer der wenigen, für den Trainer Michael Schrittwieser ein Training verschiebt: "Ich habe mir die Amtsübernahme mit unseren Amerikanern und einigen anderen Spielern in der Kabine auf CNN angeschaut. Wenn die Welt verändert wird, kann das Training ruhig einmal warten."

Unvergesslich. Vor allem für die US-Legionäre der Bulls, Jeremy Fears und Wayne Arnold, war es ein unvergesslicher Moment. "Ich kann es immer noch nicht ganz glauben. Vor 60 Jahren wurden Afroamerikaner in Restaurants nicht einmal bedient - und nun ist einer Präsident! Obama ist schwarz und doch gleich wie alle anderen Menschen", ist Fears überwältigt. Arnold sieht es ähnlich: . So als würde man Martin Luther King live im Fernsehen erleben. Das hat sich wirklich gut angefühlt." Begeisterte Anhänger hat der Chicago-Bulls-Fan Barack Obama also sogar in der weit entfernten Obersteiermark.

Zuversichtlich. Ihre Erwartungen an die Amtszeit des neuen Präsidenten sind hoch gesteckt. "Ich hoffe, er bringt Frieden und kann den Zusammenbruch der Wirtschaft abfangen. Die Zeiten sind hart, aber mit Obama an der Spitze bin ich zuversichtlich", so Fears, der sich freut, dass mit ihm viele Europäer auf den Neo-Präsidenten setzen.

Sympathischer. Dass Obama selbst begeisterter Basketballer ist, macht ihn in den Augen der Bulls-Legionäre noch sympathischer. Wayne Arnold hat den Spielstil des US-Präsidenten eingehend analysiert: "Man kann viel über eine Person lernen, wenn man sie am Parkett genau beobachtet. Obama agiert als Spielmacher, verteilt die Bälle gut und versucht so, möglichst viele seiner Teamkollegen in die Partie einzubinden. Wenn die Gelegenheit passt, wirft er selbst. Genau so verhält er sich im richtigen Leben."

Heute gegen Lions. Im Sternzeichen ist Obama zwar Löwe, doch das soll vor dem heutigen Heimspiel der Kapfenberger gegen die Traiskirchen Lions (19.30 Uhr) kein schlechtes Vorzeichen sein. Fears: "An erster Stelle steht das Spiel. Nach dem Sieg werden wir den neuen US-Präsidenten ordentlich feiern."

CHRISTOPH BLEYMAIER

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