Kapfenberger Hauptplatz für Autos geöffnet
Der Versuch, den Kapfenberger Hauptplatz für Autos zu öffnen, wurde bis Ende März verlängert. Was dann kommt, ist noch völlig offen.

Foto © Christine GöblDer Hauptplatz ist probeweise für den Autoverkehr geöffnet
Seit Ende Juli ist der Kapfenberger Koloman-Wallisch-Platz probeweise für den Autoverkehr geöffnet. An sich sollte der Versuch bis Jahresende dauern, aber der Gemeinderat hat ihn bis Ende März verlängert.
Schwierige Entscheidung. Grund dafür ist die schwierige Entscheidung, wie man weiter verfahren soll: Zum einen stützt sich die Stadt auf eine Umfrage, die via Amtsblatt an die 11.000 Haushalte der Stadt ausgesandt wurde. Von den 400 Fragebögen, die zurückkamen, waren 60 Prozent gegen die Öffnung der Fuzo für Autos. Allerdings stammt ein Gutteil davon vom Schirmitzbühel, wobei viele dieser Teilnehmer sogar einräumten, selten in die Altstadt kommen.
Zunahme der Frequenz. Auf der anderen Seite stehen die Geschäftsleute, die durch die Öffnung für Autos eine deutliche Zunahme der Frequenz feststellen konnten. So betont etwa Bernd Lindthaler, der ein Cafe und eine Bäckerei am Hauptplatz betreibt, dass schon kurz nach der Öffnung der Umsatz in seiner Bäckerei um 20 Prozent gestiegen sei.
Öffnung für Autos. Die Kaufleute der Altstadt sind vehement für eine Öffnung der Fuzo für fahrende und parkende Autos. An die 800 Personen haben sie in einer Unterschriftenaktion bereits dafür gewinnen können - "alles Menschen, die die Altstadt auch tatsächlich aufsuchen", sagen die Kaufleute.
Entscheidende Kräfte. Sie fürchten allerdings, dass die entscheidenden Kräfte im Rathaus gegen den Autoverkehr auf dem Hauptplatz sind. Und sie fürchten, dass die Umfrage im Amtsblatt als zentrales Argument herhalten muss, um die Fuzo beizubehalten. "Wenn das kommt, ist das auch für uns das Ende", meint ein Geschäftsmann, der, wie er betont, im Namen aller Kollegen am Platz spricht.








